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Neu im AngebotZippelius, Reinhold
Staat und Kirche
Eine Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Reinhold Zippelius berichtet über das zweitausendjährige Mit- und Gegeneinander politischer und kirchlicher Zentralgewalten - wo möglich an Hand von Dokumenten, welche die Ereignisse begleitet haben. Wie nirgends sonst wird hier die Geschichtsmächtigkeit der »Bilder in unseren Köpfen« - der handlungsleitenden Vorstellungen - aber auch die Einwirkung politischer Kräfte auf die Religionen greifbar. Religionen entstammen dem Bedürfnis, die unendlich komplexe Welt zu »begreifen«: sie überschaubar und fassbar zu machen. Zugleich dienen sie als handlungsleitende Vorstellungen. So wirkte etwa das Bild, das man sich im Mittelalter von der Stellung des Papstes und des Kaisers in einer gottgestifteten Weltordnung machte, tief in die politischen Kräfteverhältnisse hinein. Die Macht herrschender Vorstellungen war auch bei der Entstehung des neuzeitlichen Verfassungsstaates wirksam; so war die Neugestaltung der Staatlichkeit auch durch einen Vorstellungswandel bedingt: Es war die große Idee individueller Selbstverantwortung, die zuerst in Glaubensdingen zur Wirkung gebracht und nun auf den politischen Bereich übertragen wurde. Der Staat erschien jetzt als ein Ergebnis menschlicher Übereinkunft. So nahmen die neuen Ideen den alten, im mittelalterlichen Weltbild gegründeten Herrschaftsstrukturen ihre Kraft, indem sie diese ihrer Legitimität beraubten. Auf der anderen Seite wirkt politischer Gestaltungswille auch auf Erhaltung oder Untergang, Durchsetzung und inhaltliche Gestaltung religiöser Weltbilder hin. So wären etwa im römischen Imperium die altehrwürdigen Kulte weniger rasch untergegangen, wenn nicht der weltliche Arm eines Theodosius nachgeholfen hätte. Und es war ein Machtspruch Heinrichs VIII. von England, der die anglikanische Kirche begründete. -- Aus dem Inhalt: 1. Die verbotene Religion - 2. Die neue Staatsreligion - 3. Die Kirche in den Germanenreichen - 4. Karolingische und sächsisch-salische Kirchenherrschaft - 6. Der Papst als das Haupt der Christenheit - 7. Ansätze eines neu entstehenden Staatskirchentums - 8. Die Reformkonzilien - 9. Luther und die staatskirchenrechtlichen Folgen - 10. Das Herausbrechen weiterer Kirchen aus der katholischen Glaubensgemeinschaft - 11. Verselbständigungstendenzen in den katholisch bleibenden Gebieten - 12. Staatskirchenrechtliche Konzeptionen der Neuzeit - 14. Das Zeitalter der Französischen Revolution und der Säkularisation - 15. Wandlungen der katholischen Kirche im neunzehnten Jahrhundert - 16. Die staatskirchenrechtliche Entwicklung im neunzehnten Jahrhundert - 17. Die staatskirchenrechtliche Entwicklung seit 1918. 2., neu bearbeitete Auflage. XII,191 Seiten, broschiert (Mohr Siebeck 2009)
Bestell-Nr.: 134442
ISBN-13: 9783161500169
ISBN-10: 3161500164
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN-13: 9783161500169
ISBN-10: 3161500164
Erscheinungsjahr: 2009
Auflage: 2., neu bearbeitete Auflage
Bindungsart: broschiert
Umfang: XII,191 Seiten
Gewicht: 184 g
Bindungsart: broschiert
Umfang: XII,191 Seiten
Gewicht: 184 g
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