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Neu im AngebotRotermundt, Rainer
Konfrontationen
Hegel, Heidegger, Levinas. Ein Essay. Rainer Rotermundt untersucht in vier Kapiteln das Schicksal der philosophischen Frage nach dem "Absoluten" - und die bestimmte Beziehung von Endlichkeit und Absolutheit, die sich in den letzten 150 Jahren in Europa als das Denken dominierend herausgebildet hat, jedoch teils als "erledigte" philosophische Begriffe abgetan wurden. Diskussionen über eine vollendete oder unvollendete Moderne sind obsolet geworden. Nicht alt oder neu erscheint heute die Moderne, sondern anders, weil sie sich immer schon und wie jede andere Menschheitsepoche, von ihren ersten Anfängen an auf dem Weg ihrer Aufhebung befunden hat. Diese Perspektiven gilt es begreifend herauszuarbeiten, statt sich in Endzeitszenarien oder leere Utopien zu flüchten. Schon das Endliche hält nicht mit sich aus, - wie sollte es seiner Verabsolutierung gelingen? Die Arbeit beschäftigt sich intensiv mit Martin Heidegger und Emmanuel Levinas, die zu den wenigen zählen, die diese Problematik gesehen und sich ihr gestellt haben. Beide setzen sich somit auch nicht zufällig immer wieder - explizit wie implizit - mit Hegel auseinander. Sie führen auf je eigene Art die Tradition der 'philosophia perennis' fort. Während man Heidegger den Philosophen der verabsolutierten Endlichkeit nennen könnte, den, der in immer neuen Anläufen versucht, diese radikal in allen ihren Dimensionen, Implikationen und Konsequenzen zu denken, liegt die Bedeutung Levinas' eher darin, sowohl Hegel als Heidegger hinter sich lassen zu wollen, um damit einen Beitrag insbesondere zur Überwindung der ethischen Katastrophe des Nihilismus/Dezisionismus zu leisten. Es handelt sich dabei im Wortsinne um einen Essay, einen Versuch, durch diese Auseinandersetzung Momente zum Begreifen des Geistes unserer Zeit zu gewinnen. Ausgangspunkt der Untersuchung bildet die im Anti-Hegelianismus des 19. und 20. Jahrhunderts untergegangene Frage nach dem "Absoluten". Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit Martin Heidegger und versucht ihn als den zu zeigen, der sich die nihilistische Reduktion der Frage nach dem Absoluten in unübertroffen radikaler Weise zu eigen gemacht und in die äußerste Konsequenz getrieben hat. In Kapitel drei wird gezeigt, wie Emmanuel Levinas' Anspruch, sowohl Hegel als auch Heidegger hinter sich zu lassen, scheitert, weil Levinas Cartesianer ist und bleibt. De facto endet er da, wo Heidegger längst angekommen war, bei Nihilismus und - politisch gesehen - Dezisionismus. Das letzte Kapitel fasst Heidegger wie Levinas als alternative Varianten der (selbstwidersprüchlichen) "Verabsolutierung des Endlichen", diskutiert die politischen Implikationen, und plädiert für ein neues und intensiveres Bemühen um die Hegelsche Philosophie, um den "Begriff des Begriffs" und seine Kritik der "verständigen" Endlichkeit. 155 Seiten, broschiert (Königshausen & Neumann 2006)
Bestell-Nr.: 16463
ISBN-13: 9783826034275
ISBN-10: 3826034279
Erscheinungsjahr: 2006
ISBN-13: 9783826034275
ISBN-10: 3826034279
Erscheinungsjahr: 2006
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