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Ecker, Christopher
Herr Oluf in Hunsum
Roman. Mit seinem »Herrn Oluf« ist Ecker in psychologischer Hinsicht das überzeugende Porträt eines zutiefst verunsicherten Mannes gelungen, dem alle liebgewordenen Gewissheiten entgleiten. Zudem unterzieht der Autor auch den akademischen Betrieb einer schonungslosen Bestandsaufnahme. »Du hättest nicht fahren dürfen! Und zwar nicht, weil du dich derart blamiert hast, dass man dich nie wieder zu einem Kongress einladen würde und du dir vermutlich eine neue Stelle suchen müsstest, sondern weil du Frau und Kind, beide krank, alleine zu Hause zurückgelassen hast. Dennoch fährst du, Professor Oluf Sattler, zu diesem Kongress nach Norddeutschland und der wird weit schlimmer, als du es dir ausgemalt hast. Du machst dich lächerlich, verstrickst dich in einem Gemenge aus alter und neuer Schuld und gerätst auf der grotesken Heimfahrt zu allem Überfluss noch in einen Mordfall. Der könnte zwar peinlicher nicht sein, öffnet dir aber dennoch die Augen für alles, was dir im Leben wesentlich ist - und was du bislang souverän beiseite gewischt hast«. Ein außergewöhnliches Buch, das je nach Blickwinkel ein sehr komischer tragischer Roman oder ein sehr tragischer komischer Roman ist. Spannend, provokativ und irritierend zugleich, geht es um Verantwortung, späte Sühne und die Frage, wie man als Philosoph berühmt wird, wenn man alle Skrupel fahren lässt. 231 Seiten, gebunden (mdv Mitteldeutscher Verlag 2021) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 115888
ISBN-13: 9783963115233
ISBN-10: 3963115238
Erscheinungsjahr: 2021
ISBN-13: 9783963115233
ISBN-10: 3963115238
Erscheinungsjahr: 2021
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