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Neu im AngebotZeller, Susanne
Der Unbeugsame
Der Seemann Gustav Pietsch im Widerstand gegen das NS-Regime in der Freien Stadt Danzig und Polen. Der Veteran der Kaiserlichen Marine und nichtjüdische Zionist Gustav Pietsch (1893-1975) gehört zu den vergessenen Persönlichkeiten des Rettungswiderstandes gegen das NS-System. Der in jungen Jahren noch nationalkonservativ gesinnte Seemann leistete gemeinsam mit seiner Frau Gertrude zunächst politischen Widerstand in der Freien Stadt Danzig. 1935 wurde er im Auftrag der Jewish Agency seemännischer Leiter der zionistischen Fischerei- und Seefahrtsschule im polnischen Gdynia. Dort ermöglichte er unter Einsatz von Leib und Leben die Auswanderung vieler polnischer junger Juden und Jüdinnen ins britische Mandatsgebiet Palästina. Ende 1938 musste die Familie selbst dorthin fliehen. In Israel wurde Gustav Pietsch 1952 erster Verwalter im israelischen Hafen Eilat. 1958 zog das Ehepaar Pietsch für kurze Zeit nach Deutschland und wanderte 1961 nach Westaustralien aus. Unter welchen politischen und existenziellen Bedingungen hat sich das Schicksal der Seemannsfamilie Pietsch in der Freien Stadt Danzig, in Polen, im britischen Mandatsgebiet Palästina, im jungen Staat Israel und in der Bundesrepublik Deutschland und schließlich in Westaustralien tatsächlich abgespielt? Was war an der in damaligen Medien kolportierten Geschichte um den Danziger Gegner des NS-Regimes Gustav Pietsch Dichtung und was Wahrheit? Welche historischen Bedingungen und Umstände in der Freien Stadt und Polen könnten Rettungsaktionen vor 1939 glaubwürdig erscheinen lassen? Welche Anlässe und Motive haben Gustav Pietsch zu offenen Formen von Widerständigkeit gegen die nationalsozialistische Ideologie und zur Unterstützung bedrohter Juden geführt? Wie gestalteten sich seine Handlungsspielräume angesichts der politischen Vorkriegsbedingungen im polnischen Gdynia? Über Archivdokumente erfolgt eine quellenkritische Annäherung an die eigentlichen historischen Hintergründe des Schicksals von Gustav Pietsch. Wichtige Quellen sind zunächst die von Gertrude und Gustav Pietsch eingereichten Unterlagen im Rahmen ihrer Bemühungen um Entschädigung als Verfolgte des Naziregimes und die im Rahmen der 1961 erfolgten Ehrungsinitiative »Unbesungene Helden« erstellten Archivdokumente in Berlin. Die Autorin der in diesem Buch rekonstruierten Geschichte war eher zufällig auf die Spuren dieses bewegenden Schicksals gestoßen. Daraus folgte ein umfangreiches Forschungsprojekt mit Recherchen in deutschen, polnischen und israelischen Archiven und 2023 schließlich sogar die Begegnung mit Pietsch’ Nachfahren im australischen Perth. 254 Seiten mit 40 Abb., gebunden (Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Reihe A: Analysen und Darstellungen; Band 19/Lukas Verlag 2025) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 133675
ISBN-13: 9783867324670
ISBN-10: 3867324670
Erscheinungsjahr: 2025
ISBN-13: 9783867324670
ISBN-10: 3867324670
Erscheinungsjahr: 2025
Reihe: Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Reihe A: Analysen und Darstellungen
Autor*in: Susanne Zeller
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Autor*in: Susanne Zeller
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
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