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Neu im AngebotEmondts, Stefan
Menschwerden in Beziehung
Eine religionsphilosophische Untersuchung der medizinischen Anthropologie Viktor von Weizsäckers. Mit einem Geleitwort von Carl Friedrich von Weizsäcker. Weizsäcker war, als Ordinarius für Neurologie und allgemeine klinische Medizin, einer der wenigen, die in exakten naturwissenschaftlichen Arbeiten und als Praktiker eine fundamentale ärztliche Besinnung auf das Menschsein des Menschen vorangebracht haben. Im Dialog mit Forschern und Denkern wie Sigmund Freud, Max Scheler, Franz Rosenzweig und Martin Buber gelangt Weizsäcker zu nach wie vor herausragenden und tragfähigen anthropologischen Einsichten. Das Buch ist eine Anfrage an das herrschende Verständnis von Krankheit und an die Mittel und Wege des Therapierens. Zudem kritisiert es eine Theologie, die infolge der neuzeitlichen Differenzierung der Wissenschaften meinte, vom Heil handeln zu können jenseits der Dimension der Leiblichkeit sowie der Fragen nach Gesundheit und Krankheit. Im ersten Teil werden die Bestimmung des "Pathischen" als Grundbestimmung des Menschlichen sowie weitere Schlüsselbegriffe (Nichtsein, Krisis, Logophanie, Eidologie, Geschöpflichkeit) geklärt, indem Weizsäckers Rezeption Freuds, Heideggers, Schelers, Rosenzweigs und Schellings untersucht wird. Der zweite Teil zeigt, wie Weizsäcker in der Auseinandersetzung mit dem Physiologen und Neukantianer von Kries einerseits und aus ärztlicher Erfahrung andererseits ein Zeitverständnis gewinnt, das dem Heideggers und Bergsons nahesteht. In diesem Kontext erfährt auch der Terminus der "Gestalt" seine Klärung. Der dritte Teil untersucht, inwiefern Menschsein bei Weizsäcker als Vermittlung zwischen Leben und Tod zu begreifen ist. Dazu wird Rosenzweigs Unterscheidung von geschaffenem und erlösendem Tod herangezogen. Der vierte Teil würdigt Weizsäckers Überwindung der Leib-Seele-Dichotomie in der abendländischen Tradition (Platon, Augustinus, Descartes, Leibniz, Fechner, Freud) im Gedanken des Leibgeschehens, und der fünfte Teil bestimmt Intersubjektivität bei Weizsäcker als Reflexion des Arzt-Patienten-Verhältnisses. Bezugspunkt ist die Dialogik Bubers, kritischer Horizont die Lévinassche Phänomenologie des Anderen. Ausblickend wird Weizsäckers Frage nach einer neuen , natürlichen Theologie" ausgezogen auf den Grundriss eines interdisziplinären Gespräches von Naturwissenschaften bzw. Medizin und Theologie. 545 Seiten, broschiert (problemata; Band 131/Frommann-Holzboog 1993) etwas angeschmutzt
Bestell-Nr.: 134688
ISBN-13: 9783772815713
ISBN-10: 3772815715
Erscheinungsjahr: 1993
ISBN-13: 9783772815713
ISBN-10: 3772815715
Erscheinungsjahr: 1993
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