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Buchcover Transzendentale ArgumenteNeu im Angebot

Niquet, Marcel
Transzendentale Argumente

Kant, Strawson und die Aporetik der Detranszendentalisierung.

Was heißt es, transzendental zu argumentieren? Das Verständnis davon, so Niquet, entscheidet allein über die Tiefenstrukturen transzendentalen Denkens: transzendentale Diskurse geben nicht nur das Instrumentarium eines methodisch geregelten Aufbaus der Transzendentalphilosophie an die Hand, sie enthalten für sich schon deren Grundbegriff und 'Grundsätze'. Auf dem Weg zu seiner Diskurstheorie des Sinn-Transzendentalen, die der Autor in seiner nächsten Abhandlung entfalten wird, bietet die Untersuchung die in systematischer Absicht unternommene Rekonstruktion des Kantischen Paradigmas transzendentaler Beweise und des (explizit transformatorisch angesetzten) Stawsonschen Projekts einer um ein kategoriales Apriori kreisenden 'analytischen' Theorie 'verstehbarer Erfahrung überhaupt', die zur Einsicht in die Unumgänglichkeit der Detranszendentalisierung der Fundamente des Traditionsbestandes transzendentaler Philosophie führen. Im Brennpunkt der Analysen Niquets steht der Begriff transzendentaler Argumentation. Nach dem einleitenden ersten dient das zweite Kapitel der Darstellung und Aufarbeitung der Geschichte der Debatte um die Natur transzendentaler Argumente in dreifacher Hinsicht: es werden die Beiträge einiger Hauptakteure (Strawson, Stroud, Row, Hintikka) vorgestellt; es wird ein problemgeschichtlicher Aufriss der Beiträge der verschiedenen Autoren gegeben; es wird ein erster Versuch einer möglichen Typologie transzendentaler Argumentation formuliert. Aufgrund des disparat-heterogenen Charakters der in der Debatte angebotenen Rekonstruktionen des Kantischen Paradigmas transzendentaler Beweise sowie der in hohem Grade erläuterungsbedürftigen Ausführungen Kants zur Methodik dieses Argumentationstypus widmet sich das dritte Kapitel dem Versuch der Rekonstruktion der Argumentationsform transzendentaler Beweis. Das vierte Kapitel expliziert den Begriff einer transzendentalen Sinnkritik und bietet eine erste Systematisierung der Typologie transzendentaler Argumentation. Das fünfte Kapitel führt die Untersuchung von Detranszendentalisierungen in prinzipieller Orientierung am kategorial-konstruktionistischen Subtyp transzendentaler Sinnkritik weiter. Mit R. Harrisons Projekt der 'konstruktiven Deduktion der Grundzüge einer Allgemeinen Modellwelt verstehbarer Erfahrung' wird ein Modell notwendiger und unumgänglicher (sinnkohärenter) Detranszendentalisierung vorgeführt. Der zweite Schwerpunkt dieses Kapitels gilt der Exposition der Aporetik des wohl radikalsten Projekts von Detranszendentalisierung, nämlich dem von Richard Rorty. Zum Abschluss dieser Untersuchung geht es dem Autor darum, auf kategoriale Sinnkritik gerichtete Detranszendentalisierungsargumentationen von entstellenden Selbstmissverständnissen zu befreien und so den rationalen Kern dieses Typs notwendiger Selbstaufklärung philosophischer 'Vernunft' freizulegen. - Aus dem Inhalt: 1. Einleitung; 2. Transzendentale Argumente: Zur Diskussionsgeschichte; 3. Das Kantsche Paradigma; 4. Transzendentale Sinnkritik; 5. Detranszendentalisierung: Notwendigkeit und Aporetik. 611 Seiten, gebunden (Suhrkamp Verlag 1991)
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Philosophie der Neuzeit Kantrezeption - Spätere Denker im Verhältnis zu Kant Kant: Erkenntnistheorie Studien zu weiteren Einzelthemen in Kants Werken

Bestell-Nr.: 134855
ISBN-13: 9783518580967
ISBN-10: 3518580965
Erscheinungsjahr: 1991
Bindungsart: gebunden
Umfang: 611 Seiten
Gewicht: 622 g
Verlag: Suhrkamp Verlag
Autor*in: Marcel Niquet
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
Buchcover: Nichthintergehbarkeit und Diskurs
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Buchcover: Diskursethik - Grundlegungen und Anwendungen
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