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Neu im AngebotFreudenthal, Gideon
Atom und Individuum im Zeitalter Newtons
Zur Genese der mechanistischen Natur- und Sozialphilosophie. Freudenthals Untersuchung rekonstruiert die Genese der mechanistischen Theorieform, die die Newtonsche Mechanik ebenso wie zeitgenössische philosophische Systeme und Sozialtheorien kennzeichnet. Die Herausbildung einer spezifischen analytisch-synthetischen Methode, die zu dieser Theorieform führt, wird aufgrund theoretischer Prämissen erklärt, die eine bestimmte Interpretation von Verfahren der Technik bedingen. Der Nachweis, dass diese Prämissen von der natur- und sozialtheoretischen Begriffsbildung und deren philosophischer Verallgemeinerung abhängig sind; ferner, dass diese Begriffsbildung selbst von den gesellschaftlichen Verhältnissen abhängig ist, begründet den Anspruch der Untersuchung: den vielfach vermittelten Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Verhältnissen, Verfahren der Technik und wissenschaftlicher Theoriebildung zu erklären. Besonderes Interesse kommt dem angewandten Verfahren zu: Bloße Parallelisierungen, sei es zwischen den Begriffsbildungen verschiedener Wissenschaften, sei es zwischen einer Theorieform und Gesellschaftsstrukturen, werden streng vermieden. In kontrollierbarer, durch Quellen belegter Argumentation werden zunächst theoretische Prämissen der besprochenen Theorien freigelegt und sodann in integrierter Darstellung der sozial- und wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklung die Genese dieser Prämissen und die von ihnen ausgehenden Theorien rekonstruiert. Durch diese Rekonstruktion zeigt Freudenthal, dass die physikalischen und gesellschaftlichen Systemen zugesprochenen Eigenschaften empirisch begründet sind, dass aber die wissenschaftlich und philosophisch folgenreiche Bestimmung, sie kämen einem jeden einzelnen Element (Atom, Individuum) als "wesentliche", vom jeweiligen System unabhängige Eigenschaften zu, vom spezifisch bürgerlichen Begriff des Individuums abhängig ist. Die Untersuchung erklärt historische Schranken der klassischen Mechanik und zeitgenössischer Sozialtheorien ebenso, wie sie ihren Anspruch auf relative objektive Wahrheit bekräftigt. - Aus dem Inhalt: Einleitung. -- ERSTER TEIL - ELEMENT UND SYSTEM IN DER KLASSISCHEN MECHANIK: I. Newtons Begründung der Theorie des absoluten Raumes. - II. Leibniz' Begründung der Dynamik. - III. Die Diskussion zwischen Leibniz und Newton über den Begriff der Wissenschaft. -- ZWEITER TEIL - ELEMENT UND SYSTEM IN DER NEUZEITLICHEN PHILOSOPHIE: IV. Der Elementbegriff in der Naturphilosophie des 17. Jahrhunderts. - V. Der Elementbegriff in der systematischen Philosophie von Hobbes. - VI. Der Elementbegriff in der Sozialphilosophie des 18. Jahrhunderts. - VII. Der Zusammenhang zwischen Natur- und Sozialphilosophie bei Newton, Rousseau und Smith. -- DRITTER TEIL - ZUR SOZIALGESCHICHTE DES BÜRGERLICHEN BEGRIFFS VOM INDIVIDUUM: VIII. England vor der Revolution. - IX. Die antifeudale Sozialphilosophie von Hobbes. - X. Die Herausbildung der bürgerlichen Gesellschaft in England. - XI. Alternative Konzeptionen der bürgerlichen Gesellschaft. - XII. Bürgerliche Gesellschaft und analytisch-synthetische Methode. -- VIERTER TEIL - ATOM UND INDIVIDUUM: XIII. Bürgerliches Individuum und die essentiellen Eigenschaften der Partikel bei Newton. - XIV. Element und System in der Philosophie von Leibniz. -- Schlußwort. 331 Seiten, gebunden (Wissenschaftsforschung/Suhrkamp Verlag 1982)
Bestell-Nr.: 129935
ISBN-13: 9783518576120
ISBN-10: 3518576127
Erscheinungsjahr: 1982
ISBN-13: 9783518576120
ISBN-10: 3518576127
Erscheinungsjahr: 1982
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