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Neu im AngebotHenning, Dieter
Auf den Fährten des Volks
Zu politischen Positionierungen bei Bertolt Brecht. In 17 Aufsätzen nähert sich Dieter Henning Brechts politischen Standort, greift in gegenwärtige Diskussionen ein und stellt mancherlei Brecht-Kritisches dar. Der Antifaschist Brecht hat den Oberfaschisten Hitler trotz aller Gegnerschaft nicht allein gänzlich negativ davonkommen lassen. Wie Brecht zu »Volk« steht, spielt dabei eine Rolle. Der Band ermitteln ein Resultat: Der generell positive Blick auf Volk als Ausgangspunkt von politischer Kritik wird in Frage gestellt. So wie Volk von Staatsseite aus adressiert wird, gibt es eine Gegenadresse von verschiedenen Seiten des Volks an die Staatsseite. Es sieht sich so, wie es von Seiten des Staats betrachtet wird, eben als Volk, meint aber, ganz anders zu sein, als dieser es sich vorstellt: »Wir sind das Volk.« Das ist die Parole einer tendenziell völkischen Selbstsicht. Brecht formuliert in seinem Werk mehrfach eine Inschutznahme von Volk, trägt aber zugleich gelegentlich vor, dass das Interesse der Einzelnen, die nicht sagen können, dass es ihnen gut geht,einem Wandel und der Korrektur ihrer Lebensumstände gelten sollte,statt auf Nation und Volksdasein zu schielen. Die Lektüre Brechts erschließt eine Menge davon, was derzeit als Populismus und rechtsradikale Machtorientierung sich weltweit vorträgt und Angst erzeugt. -- Aus dem Inhalt: "Gehherda" und "Garniemand". Beispiele gefährdeter und gefährlicher Volksfiguren bei Brecht; - Die "Leute sagen nichts und lassen sie machen". Zwei Gedichte Brechts zu den "großen Männern"; - Der gute Mensch in der "Tiefe" und die "Vernichtung" der Wölfe. Formen von Radikalität bei Brecht; - Der "Nationalismus der Armen". Brechts Kritik am nationalsozialistischen Sozialismus am Beispiel des Satzes "Gemeinnutz geht vor Eigennutz"; - Brecht hält Hitler den Daumen. Der "Anstreicher" als Konkurrent in der Volksfürsorge; - Die Verführungskraft durch das "schlechte Kollektiv". Brecht in der Abwägung der Gemeinschaftsform begriffen; - Über Versatzstücke eines liturgischen Sozialismus. Verschiedene Lobgedichte Brechts; - Ein Wir der Schießenden und ein "guter Mann", der erschossen wird. Brechts Gedicht "Verhör des Guten"; - Stalin als furchenziehend und als "geliebter Schrittmacher". Brechts Gedicht "Ansprache des Bauern an seinen Ochsen"; - Zweifel an der "Weisheit des Volks". Brechts Gedicht "Ist das Volk unfehlbar?"; - "Sie sollen sich verteidigen!". Brecht 1937 im spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Politik Stalins; - Freunde und Gegner. Brecht kommentiert die Bücher von Feuchtwanger und Gide über deren Besuche 1936 und 1937 in der Sowjetunion; - "Alles zu uns, was jung!". Brechts "Herrnburger Bericht"; - Gerechtigkeit, "vom Volk gebacken". Zu Brechts Gedicht "Das Brot des Volkes"; - Einmal so und einmal so. Zu zwei Interventionen Brechts zum 17. Juni 1953 in der DDR; - Brecht und die deutsche Nation. Die "Kinderhymne", ein Vorschlag für das Volk; - "Mit dem Gesicht zum Volke/ Ah ja." Zu einem posthumen Eingreifen Brechts in der DDR am 4.11.1989. 450 Seiten, broschiert (Königshausen & Neumann 2021) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 134871
ISBN-13: 9783826072123
ISBN-10: 382607212X
Erscheinungsjahr: 2021
ISBN-13: 9783826072123
ISBN-10: 382607212X
Erscheinungsjahr: 2021
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