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Laqué, Stephan
Hermetik und Dekonstruktion
Die Erfahrung von Transzendenz in Shakespeares 'Hamlet'. Die Hermetik wurde lange Zeit als unspezifisch 'magisches' und 'okkultes' Denken gefeiert, übergangen oder angegriffen. Durch eine neue Lesweise, die die hermetischen Texte als philosophischen Entwurf ernst nimmt, eröffnet die Studie eine Anbindung der Frühen Neuzeit an das Denken der Dekonstruktion. Ein Traditionsbogen, der die 'Hermetica' von der Spätantike über Nikolaus von Kues und Giordano Bruno bis zu Jacques Derrida verfolgt, lässt einen Kontext erkennen, der die Bedeutung sowohl der philosophischen Hermetik als auch der Dekonstruktion für das Verständnis von Shakespeares 'Hamlet' zu erklären vermag. "Hermetik und Dekonstruktion" sehen die Welt durch das Eindringen von Transzendenz geprägt, wobei diese Transzendenz als göttliche, kosmologische und geistige Unendlichkeit erfahren wird. Dies ist auch die zentrale Erfahrung von Prinz Hamlet, der sich in Shakespeares Drama mit einer Welt konfrontiert findet, die durch die Unentrinnbarkeit der Transzendenz aus den Fugen geraten ist. Die hier versuchten Neulektüren der Texte der hermetischen Tradition von der späten Antike bis zur Postmoderne eröffnen neue Wege, die Literatur der Renaissance zu lesen. Die philosophische Formation der Zeit lässt sich nunmehr in vielen Aspekten und Themen erkennen, die vormals entweder als künstlerische Schwächen kritisiert oder als unerklärlicher Vorgriff auf postmodernes Denken gefeiert wurden. Mit dieser Arbeit soll die beschriebene Lesweise, die hier am Beispiel des 'Hamlet' dargelegt wird, generell für Texte der Renaissance eröffnet werden. 231 Seiten, gebunden (Anglistische Forschungen; Band 358/Universitätsverlag Winter 2005)
Bestell-Nr.: 14864
ISBN-13: 9783825351540
ISBN-10: 3825351548
Erscheinungsjahr: 2005
ISBN-13: 9783825351540
ISBN-10: 3825351548
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