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Neu im AngebotHörr, Beate
Tragödie und Ideologie
Tragödienkonzepte in Spanien und Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Trotz prominenter Kassandrarufe, die den Tod der Tragödie im 20. Jahrhundert verkünden, feiert die Tragödie im Werk einiger deutscher und spanischer Autoren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts 'fröhliche Urständ'. Zeitgleich und unabhängig voneinander formulieren der spanische Philosoph des tragischen Lebensgefühls Miguel de Unamuno sowie der deutsche Neuklassiker Paul Ernst zu Beginn des Jahrhunderts ihr Konzept einer neuen Tragödie. Dreißig Jahre später greifen der Deutsche Curt Langenbeck und der Spanier Gonzalo Torrente Ballester die Diskussion um die Tragödie im Kontext des Faschismus wieder auf. Beide stellen ihre Tragödien in den Dienst der nationalsozialistischen bzw. falangistischen Politik. Die für die Tragödie konstitutive Figur des Helden eignete sich hervorragend dazu, von der Bühne herab ein opferbereites und heroisches Vorbild zu proklamieren. Die dem Schicksalsbegriff der griechischen Tragödien vergleichbaren Mächte heißen in diesen Tragödien 'Fatalidad', 'Notwendigkeit', 'Verhängnis' und 'Destino'. Der Fokus dieser komparatistischen Untersuchung liegt auf den Zusammenhängen, die zwischen der Wahl der literarischen Gattung der Tragödie und der gesellschaftspolitischen Situation bestehen. Interessanterweise ist bei allen vier Autoren zu beobachten, dass die ideologische Funktionalisierung der Tragödie in Konflikt mit der Ästhetik der Gattung gerät. 290 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 222/Königshausen & Neumann 1997) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 15769
ISBN-13: 9783826013034
ISBN-10: 3826013034
Erscheinungsjahr: 1997
ISBN-13: 9783826013034
ISBN-10: 3826013034
Erscheinungsjahr: 1997
Reihe: Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Beate Hörr
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Autor*in: Beate Hörr
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
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