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Neu im AngebotRaithel, Thomas
Die Strafanstalt Landsberg am Lech und der Spöttinger Friedhof (1944-1958)
Eine Dokumentation im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin. Nur wenige hundert Meter von einander entfernt liegen die Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech und der Spöttinger Friedhof, auf dem Opfer und Täter des NS-Regimes neben einander bestattet liegen. Bis Mitte 1945 wurden dort zahlreiche politische wie kriminelle Häftlinge der NS-Strafanstalt begraben, anschließend ein großer Teil der im US-amerikanischen War Criminal Prison Hingerichteten und Verstorbenen. Die Frage, wie mit den Gräbern umgegangen werden soll, hat bereits in den späten 1940er Jahren für öffentliche Konflikte gesorgt. Gestützt auf umfangreiche deutsche und amerikanische Archivalien fasst Thomas Raithel in seiner Dokumentation grundlegende Informationen über das Gefängnis und die Belegung des Friedhofs im Zeitraum von 1944 bis 1958 zusammen, stellt sie in ihre historischen Zusammenhänge und trägt damit dazu bei, die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Orten zu versachlichen. - Heiner Möllers in "sehepunkte": »Landsberg am Lech [...] war 1924 ein Mekka für alle Salon-Nazis der Münchener Schickeria, die Hitler im Gefängnis besuchen wollten, und später, nach dem Zweiten Weltkrieg, der Inbegriff von Vergeben und Vergessen: Dort saßen in einem gewöhnlichen Gefängnis die letzten Kriegsverbrecher ein, die in Nürnberg vom Internationalen Militärtribunal und vor allem in Dachau wegen schwerster Verbrechen im Kriege verurteilt worden waren. Außerdem saßen zahllose namhafte "Opfer" des Kriegs im Gefängnis, die eben nur ihren Dienst in der Bürokratie des 'Dritten Reiches' versehen haben - "business as usual" im Dienste der Tyrannen. Vom honorigen letzten deutschen Botschafter am Heiligen Stuhl, Ernst Freiherr von Weizsäcker, über den ganz ehrenwerten Generalfeldmarschall und Staatsekretär im Reichsluftfahrtministerium Erhard Milch, und den Verwalter der Konzentrationslager, SS-Obergruppenführer Oswald Pohl, bis hin zum 100.000-fachen Mörder und Führer der Einsatzgruppe B, Erich Naumann, reicht die Liste. Neben diesen 'Persönlichkeiten', um die sich die Bonner Politik ab 1949 besonders bemühte, gab es dort zeitweise noch gewöhnliche Kriminelle und wirkliche Opfer des Nationalsozialismus aus dem In- und Ausland. Einige von ihnen sind seit ihrem Tode auf dem angrenzenden Spöttinger Friedhof vereint. Ihrer aller nimmt sich Thomas Raithel in der vorliegenden Dokumentation an, die er aus Anlass der nicht abreißenden Debatten um das Schicksal der "Landsberger" - wie die dort einsitzenden Kriegsverbrecher genannt wurden - erstellte. Es geht ihm um nicht weniger als die Aufbereitung dieses Erinnerungsortes, der für die Frühgeschichte der Bundesrepublik Deutschland und für die damals kriminalisierte Stadt Landsberg besondere Bedeutung besitzt. [...] Interessant ist die Bandbreite von KZ-Aufsehern bis zu Reichsministern, von Massenmördern bis zu Schreibtischtäter. Das Gefängnis und folglich auch dieses wichtige Buch bieten damit ein "Who is who" wichtiger Funktionseliten des Nationalsozialismus nach dem Krieg«. - Aus dem Inhalt: Einleitung. -- A. Historische Kontexte: I. NS- und Kriegsverbrechen; II. Die Ahndung von NS- und Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg; III. Schwerkriminalität in den Nachkriegsjahren, Displaced Persons und die US-Militarjustiz. - B. Die Strafanstalt Landsberg am Lech 1944-1958: I. Das Strafgefàngnis Landsberg in der NS-Zeit; II. Das US-amerikanische "War Criminal Prison No. 1". - C. Der Spôttinger Friedhof 1944-1958: I. Der Spôttinger Friedhof 1944/45; II. Der Spôttinger Friedhof in der Zeit des "War Criminal Prison". -- Schlussbemerkung. -- Statistischer Anhang: Diagramme; Namensverzeichnisse und biographische Kurzinformationen. IX,197 Seiten mit 42 Abb. sowie einem Faltplan als Beilage, gebunden (Oldenbourg Verlag 2009) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 31488
ISBN-13: 9783486587418
ISBN-10: 3486587412
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN-13: 9783486587418
ISBN-10: 3486587412
Erscheinungsjahr: 2009
Bindungsart: gebunden
Umfang: IX,197 Seiten mit 42 Abb. sowie einem Faltplan als Beilage
Gewicht: 463 g
Verlag: Oldenbourg Verlag
Umfang: IX,197 Seiten mit 42 Abb. sowie einem Faltplan als Beilage
Gewicht: 463 g
Verlag: Oldenbourg Verlag
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