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Neu im AngebotDas Leben. Zwei Bände
Historisch-systematische Studien zur Geschichte eines Begriffs. Hrsg. von Petra Bahr, Stephan Schaede, Gerald Hartung und Tom Kleffmann.Das Paket bietet die ersten zwei der von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) auf vier Bände angelegten Forschungen zur Bestimmung des Lebens. Der erste Band stellt in chronologischer Folge wichtige antike Grundkonstellationen des entsprechenden Begriffsfeldes vor, beleuchtet deren Nachgeschichte in den Kondensationen und Renaissancen von Augustinus bis in das Naturrecht hinein, führt innovative mit Descartes einsetzende Differenzierungsmodelle vor, die in Kants kritische Sichtung der Teleologie des Lebens münden. Fusionsversuche neuer Art, die vom Pietismus bis zu Schellings Metaphysik reichen, beschließen den Band. Die 20 Beiträge arbeiten exemplarisch heraus, wie in der europäischen Kulturgeschichte vom Leben geredet wurde, wann und weshalb der Lebensbegriff an Bedeutung gewann und warum die Rede vom Leben mit einer eigenen Konfliktgeschichte verbunden ist. Von besonderem Interesse sind dabei jene Diskussionen, die für christliche Traditionen direkt oder latent relevant wurden. Immer wieder zeigt sich, wie Leben und die Rede vom Leben ineinander verschränkt sind, ohne aufeinander reduziert werden zu können. Geistesgeschichtlicher Diskurs und Gang ins Labor ergänzen einander notwendig. Ein Ziel der Aufarbeitungen ist, den Lebensdiskursen innerhalb der bioethischen Debatten ein diese anregendes Gegengewicht zu geben. Denn um entscheiden zu können, was zum Wohl von Lebewesen mit Lebendem getan und gelassen werden sollte, dürfte hilfreich sein, zu klären, was da genau gesteigert, geschützt, renaturalisiert, kultiviert oder in Frieden gelassen werden soll. Der zweite Band sichtet in einem ersten Teil Bewährungen und Steigerungen der Lebensbestimmung im 19. Jahrhundert. Dabei steht am Beginn die terminologische Konstellation um 1900. Vor diesem Hintergrund werden szientifische Transformationen der Lebensbestimmung geschildert, also die Provokation durch Darwin und den Darwinismus sowie Abgründe durch die Biologisierung der Nation während des wilhelminischen Kaiserreiches. Die Vorgeschichte dieser Konstellationen wird exemplarisch für Kierkegaard, Nietzsche, Simmel und Freud aufgearbeitet. Der zweite Teil untersucht Wendungen und Brüche. Zunächst werden Pointen des Ausdrucks Lebens in Medizin, Technik und Kunst nachgezeichnet. Es folgt eine intensive Beobachtung verschiedener Reflexionsformen der Lebensbestimmungen vor allem in der Philosophie (u.a. Spengler, Husserl, Cassirer, Jaspers, Wittgenstein, Freyer und Gehlen). Der Band schließt mit einer theologischen Bestandsaufnahme in Form einer Theologie des Lebens. Wie schon im ersten Band arbeiten die Autoren der 21 Beiträge heraus, wie in der europäischen Kulturgeschichte vom Leben geredet wurde, wann und weshalb der Lebensbegriff an Bedeutung gewann und warum die Rede vom Leben mit einer eigenen Konfliktgeschichte verbunden ist. Von besonderem Interesse sind dabei jene Diskussionen, die für christliche Traditionen direkt oder latent relevant wurden. Immer wieder zeigt sich, wie Leben und die Rede vom Leben ineinander verschränkt sind, ohne aufeinander reduziert werden zu können. Geistesgeschichtlicher Diskurs und Gang ins Labor ergänzen einander notwendig. Zwei Bände, zus. XXXVIII,1.116 Seiten, broschiert (Religion und Aufklärung; Bände 17+22/Mohr Siebeck 2009/2012)
Bestell-Nr.: 134466
Erscheinungsjahr: 2009/2012
Bände: 2
Bindungsart: broschiert
Erscheinungsjahr: 2009/2012
Bände: 2
Bindungsart: broschiert
Herausgeber*innen: Gerald Hartung, Stephan Schäde, Tom Kleffmann, Petra Bahr
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
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