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Carl Schmitts völkerrechtliches Hauptwerk "Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum Europaeum" deutet das internationale Recht als Abfolge geschichtsmächtiger Raumordnungen. Sein Spätwerk wird mit der Krise der völkerrechtlichen internationalen Ordnung zunehmend diskutiert. Schmitts begrifflich-historische Rahmenerzählung hat die postkoloniale Kritik des Völkerrechts und des UN-Systems ebenso geprägt wie Theorien imperialer Herrschaft und des politischen Terrorismus oder die Kritik des humanitären Völkerrechts und der Moralisierung der Waffentechnik. Neun Beiträge werfen aus unterschiedlichen Perspektiven Schlaglichter auf jenes Werk, das wie vielleicht kein zweiter völkerrechtlicher Text des 20. Jahrhunderts dazu einlädt, die Konflikte der Gegenwart anders und neu zu denken: auf die politische Ikonologie der Imagination von Imperien und Großräumen (Horst Bredekamp), den historischen Kontext des Werkes in der europäischen Zwischenkriegszeit (Markus Payk) und auf die Stellung in der Werkentwicklung Schmitts (Reinhard Mehring). Sie behandeln mit der rechtlichen Zuordnung von Staat und globalen Märkten (Christian Neumeier), dem Begriff des Raumes zwischen Technik und Existenzialismus (Niels Werber) sowie der Kritik des Universalismus (Ke Li) drei systematische Zentralprobleme und verfolgen die Aus-Strahlungen des Nomos in unterschiedliche Himmelsrichtungen: Von Schmitts Deutung der Aufnahme Asiens in die Staatenordnung (Yasuhiro Endo) über die politische Assoziation Europas und Afrikas nach dem Zweiten Weltkrieg (Danilo Scholz) bis zur inneren Seite der Monroe-Doktrin, dem Zusammenhang von Bodenordnung und Staatlichkeit der USA (Victor Loxen). - Aus dem Inhalt: Florian Meinel: Editorial. - Horst Bredekamp: Skizze einer politischen Ikonologie von Großräumen. - Reinhard Mehring: Land, Meer und Luft. Ungesagtes im Nomos der Erde. - Marcus M. Payk: Versailles, Weltkrieg, westliche Hemisphäre. Der Niedergang des europäischen Völkerrechts in Carl Schmitts Nomos der Erde. - Christian Neumeier: Der Nomos des Kapitals. Carl Schmitt und Georg Jellinek über das Völkerrecht der Globalisierung. - Niels Werber: Zweimal Großraum. Netzwerke und Raumordnung bei Carl Schmitt. - Ke Li: Das Unmögliche von Anfang an. Carl Schmitts Deutung des universellen Völkerrechts. - Yasuhiro Endo: Land und Meer, Himmel und Sonne. Eine Notiz zur ostasiatischen Weltordnung in Carl Schmitts Nomos der Erde. - Danilo Scholz: Koloniale Nahmen, koloniale Gaben. Alexandre Kojève, Carl Schmitt und die europäische Nachkriegsordnung. - Victor Loxen: Landnahme, Staat und Völkerrecht in Amerika. Seiten 123-355 [= 233 Seiten] mit 38 Abb., broschiert (AVR - Archiv des Völkerrechts; Band 61 (2023), Heft 2-3/Mohr Siebeck 2023) leichte Lagerspuren
Carl Schmitt: Der Nomos der Erde - Kritik und Krise des eurozentrischen Völkerrechts
Hrsg. von Florian Meinel.Carl Schmitts völkerrechtliches Hauptwerk "Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum Europaeum" deutet das internationale Recht als Abfolge geschichtsmächtiger Raumordnungen. Sein Spätwerk wird mit der Krise der völkerrechtlichen internationalen Ordnung zunehmend diskutiert. Schmitts begrifflich-historische Rahmenerzählung hat die postkoloniale Kritik des Völkerrechts und des UN-Systems ebenso geprägt wie Theorien imperialer Herrschaft und des politischen Terrorismus oder die Kritik des humanitären Völkerrechts und der Moralisierung der Waffentechnik. Neun Beiträge werfen aus unterschiedlichen Perspektiven Schlaglichter auf jenes Werk, das wie vielleicht kein zweiter völkerrechtlicher Text des 20. Jahrhunderts dazu einlädt, die Konflikte der Gegenwart anders und neu zu denken: auf die politische Ikonologie der Imagination von Imperien und Großräumen (Horst Bredekamp), den historischen Kontext des Werkes in der europäischen Zwischenkriegszeit (Markus Payk) und auf die Stellung in der Werkentwicklung Schmitts (Reinhard Mehring). Sie behandeln mit der rechtlichen Zuordnung von Staat und globalen Märkten (Christian Neumeier), dem Begriff des Raumes zwischen Technik und Existenzialismus (Niels Werber) sowie der Kritik des Universalismus (Ke Li) drei systematische Zentralprobleme und verfolgen die Aus-Strahlungen des Nomos in unterschiedliche Himmelsrichtungen: Von Schmitts Deutung der Aufnahme Asiens in die Staatenordnung (Yasuhiro Endo) über die politische Assoziation Europas und Afrikas nach dem Zweiten Weltkrieg (Danilo Scholz) bis zur inneren Seite der Monroe-Doktrin, dem Zusammenhang von Bodenordnung und Staatlichkeit der USA (Victor Loxen). - Aus dem Inhalt: Florian Meinel: Editorial. - Horst Bredekamp: Skizze einer politischen Ikonologie von Großräumen. - Reinhard Mehring: Land, Meer und Luft. Ungesagtes im Nomos der Erde. - Marcus M. Payk: Versailles, Weltkrieg, westliche Hemisphäre. Der Niedergang des europäischen Völkerrechts in Carl Schmitts Nomos der Erde. - Christian Neumeier: Der Nomos des Kapitals. Carl Schmitt und Georg Jellinek über das Völkerrecht der Globalisierung. - Niels Werber: Zweimal Großraum. Netzwerke und Raumordnung bei Carl Schmitt. - Ke Li: Das Unmögliche von Anfang an. Carl Schmitts Deutung des universellen Völkerrechts. - Yasuhiro Endo: Land und Meer, Himmel und Sonne. Eine Notiz zur ostasiatischen Weltordnung in Carl Schmitts Nomos der Erde. - Danilo Scholz: Koloniale Nahmen, koloniale Gaben. Alexandre Kojève, Carl Schmitt und die europäische Nachkriegsordnung. - Victor Loxen: Landnahme, Staat und Völkerrecht in Amerika. Seiten 123-355 [= 233 Seiten] mit 38 Abb., broschiert (AVR - Archiv des Völkerrechts; Band 61 (2023), Heft 2-3/Mohr Siebeck 2023) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 134649
Erscheinungsjahr: 2023
Bindungsart: broschiert
Umfang: Seiten 123-355 [= 233 Seiten] mit 38 Abb.
Erscheinungsjahr: 2023
Bindungsart: broschiert
Umfang: Seiten 123-355 [= 233 Seiten] mit 38 Abb.
Gewicht: 354 g
Verlag: Mohr Siebeck
Reihe: AVR - Archiv des Völkerrechts
Herausgeber*in: Florian Meinel
Verlag: Mohr Siebeck
Reihe: AVR - Archiv des Völkerrechts
Herausgeber*in: Florian Meinel
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
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