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Binder, Matthias
Teilband 1: Analysen: Narrative, Strategien, Motive. Teilband 2: Quellen: Kontexte, Inhalte, Intentionen.
Der "Sayfo" - so der aramäisch/assyrische Name des Genozids um 1915 im Osmanischen Reich - hat eine über 100-jährige Überlieferungsgeschichte unter den überlebenden Nachkommen und bleibt weiterhin wichtiger Bestandteil von Erinnerungskultur und Identitätspolitik. Matthias Binder untersucht in seiner Studie rund 300 Quellen, die von Angehörigen der Syrisch-Orthodoxen Kirche stammen. Da sie meist erst im Nachhinein fixiert wurden, spiegeln sie vielfach die Phase des anhaltenden Post-Genozids wider. Teilband I vollzieht die enthaltenen Narrative nach und analysiert ihre Ausdrucksformen und Deutungen sowie die darin enthaltenen Überlebens- und Erinnerungsstrategien. Teilband II bespricht die betreffenden Quellen in ihren verschiedenen Textformen: klassische schriftliche (Versdichtung, Klage, Lyrik, Lied, Chronistik) und moderne schriftliche (Aufsatz, Monographie, Roman, Lehrplan, Vorwort, Übersetzung) Formen; sowie audiovisuelle (Interview, Dokumentarfilm), sachliche (Monument, Ausstellung, Ikone) und soziale (Gedächtnisjahr, Konferenz, Gottesdienst). Den größten Raum gewähren die Quellen der narrativen Rekonstruktion des Genozids; sie bemühen sich aber auch um Verstehen (historisch, theologisch) und um Handlungsstrategien (Verteidigung, religiöse Praxis, Klage, Schweigen, Anerkennungskampf, Heilung u.a.). Es wird deutlich, wie erinnernde Rekonstruktion des Ereignisses und Rekonstruktion verwundeter Identität einander bedingen. Erkenntnisse aus der Genozid- und Traumaforschung sowie der (Kirchen-) Geschichtsschreibung fließen in die Untersuchung mit ein und werden weiterentwickelt. Zwei Bände, zus. X,923 Seiten, gebunden (Göttinger Orientforschungen. I. Reihe: Syriaca; Band 74/Harrassowitz Verlag 2025) leichte Lagerspuren
Binder, Matthias
Sayfo - Genozid und Selbstrekonstruktion
Teilband 1: Analysen: Narrative, Strategien, Motive. Teilband 2: Quellen: Kontexte, Inhalte, Intentionen. Der "Sayfo" - so der aramäisch/assyrische Name des Genozids um 1915 im Osmanischen Reich - hat eine über 100-jährige Überlieferungsgeschichte unter den überlebenden Nachkommen und bleibt weiterhin wichtiger Bestandteil von Erinnerungskultur und Identitätspolitik. Matthias Binder untersucht in seiner Studie rund 300 Quellen, die von Angehörigen der Syrisch-Orthodoxen Kirche stammen. Da sie meist erst im Nachhinein fixiert wurden, spiegeln sie vielfach die Phase des anhaltenden Post-Genozids wider. Teilband I vollzieht die enthaltenen Narrative nach und analysiert ihre Ausdrucksformen und Deutungen sowie die darin enthaltenen Überlebens- und Erinnerungsstrategien. Teilband II bespricht die betreffenden Quellen in ihren verschiedenen Textformen: klassische schriftliche (Versdichtung, Klage, Lyrik, Lied, Chronistik) und moderne schriftliche (Aufsatz, Monographie, Roman, Lehrplan, Vorwort, Übersetzung) Formen; sowie audiovisuelle (Interview, Dokumentarfilm), sachliche (Monument, Ausstellung, Ikone) und soziale (Gedächtnisjahr, Konferenz, Gottesdienst). Den größten Raum gewähren die Quellen der narrativen Rekonstruktion des Genozids; sie bemühen sich aber auch um Verstehen (historisch, theologisch) und um Handlungsstrategien (Verteidigung, religiöse Praxis, Klage, Schweigen, Anerkennungskampf, Heilung u.a.). Es wird deutlich, wie erinnernde Rekonstruktion des Ereignisses und Rekonstruktion verwundeter Identität einander bedingen. Erkenntnisse aus der Genozid- und Traumaforschung sowie der (Kirchen-) Geschichtsschreibung fließen in die Untersuchung mit ein und werden weiterentwickelt. Zwei Bände, zus. X,923 Seiten, gebunden (Göttinger Orientforschungen. I. Reihe: Syriaca; Band 74/Harrassowitz Verlag 2025) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 135854
ISBN-13: 9783447124843
ISBN-10: 3447124849
Erscheinungsjahr: 2025
Bände: 2
ISBN-13: 9783447124843
ISBN-10: 3447124849
Erscheinungsjahr: 2025
Bände: 2
Bindungsart: gebunden
Umfang: X,923 Seiten
Gewicht: 2,02 kg
Verlag: Harrassowitz Verlag
Reihe: Göttinger Orientforschungen. I. Reihe: Syriaca
Umfang: X,923 Seiten
Gewicht: 2,02 kg
Verlag: Harrassowitz Verlag
Reihe: Göttinger Orientforschungen. I. Reihe: Syriaca
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