Kundenlogin
Wenn Sie noch kein Kundenkonto haben, können Sie sich hier registrieren. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie hier ein neues Passwort anfordern.
Wenn Sie noch kein Kundenkonto haben, können Sie sich hier registrieren. Sollten Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie hier ein neues Passwort anfordern.

Veltri, Giuseppe
Magie und Halakha
Ansätze zu einem empirischen Wissenschaftsbegriff im spätantiken und frühmittelalterlichen Judentum. Giuseppe Veltri beschäftigt sich in seiner Studie mit der Einstellung der rabbinischen Halakha zu den Wissenschaften als Prozess der Abgrenzung »magischer« Praktiken vom empirisch erschließbaren Wissen, vor allem im spätantiken und frühmittelalterlichen Judentum. Die Untersuchung der spätantiken rabbinischen Beschäftigung mit magischen Praktiken und Glaubensweisen ist seit dem als Klassiker geltenden Werk Ludwig Blaus, 'Das altjüdische Zauberwesen', ein Stiefkind der Forschung geblieben. Daran haben auch die grundlegenden Neuansätze Gershom Scholems wenig geändert, die zwar Mystik und Magie wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, den Blick aber vor allem auf die neuplatonisch-theurgischen Aspekte der jüdischen Magie gerichtet haben. Nicht die Rezepte und die Amulette als solche, sondern die sich darin manifestierenden Ideen und theosophischen Vorstellungen, die die Wirkung der Magie erst möglich machen, standen seit Scholem im Vordergrund der Forschung. Giuseppe Veltri stellt fest, dass für die Rabbinen selbst bei ihrer Aufnahme und Besprechung 'magischen' Materials Philosophie und 'Religion' eine wesentlich geringere Rolle gespielt haben als für den modernen Forscher. Anhand detaillierter Analysen halakhischen Materials, und aufgrund von spätantiken und frühmittelalterlichen gesetzlichen und volkstümlichen Quellen beweist Veltri, dass die Listen verbotener bzw. erlaubter Handlungen sowie die rabbinischen Definitionen bestimmter »Berufe« (Zauberer, Beschwörer, Nekromant usw.) im Ansatz einen empirischen Wissenschaftsbegriff erkennen lassen, der sich bei der Behandlung der jüdischen Magie als roter Faden erweist. Dieser Wissenschaftsbegriff manifestiert sich darin, dass neben dem Bibeltext und der mündlichen Tradition - den zwei klassischen Quellen - stillschweigend eine weitere Wissensquelle akzeptiert wird. Deren Maßstab ist die empirische Methode: Was keinen feststellbaren Effekt erzielt, ist der Magie zuzuordnen. Dieses Prinzip, das in der Antike unter anderem auch vom römischen Schriftsteller Plinius angewandt wurde, ist der Schlüssel zur spätantiken und frühmittelalterlichen magischen Literatur. XIII,372 Seiten, Leinen (Texte und Studien zum Antiken Judentum; Band 62/Mohr Siebeck 1997) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 15700
ISBN-13: 9783161466717
ISBN-10: 3161466713
Erscheinungsjahr: 1997
ISBN-13: 9783161466717
ISBN-10: 3161466713
Erscheinungsjahr: 1997
Reihe: Texte und Studien zum Antiken Judentum
Autor*in: Giuseppe Veltri
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Autor*in: Giuseppe Veltri
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Vorheriges Buch Zum Sachgebiet 'Antikes Judentum' Nächstes Buch
Weitere Bücher im Sachgebiet »Antikes Judentum«


Pummer, Reinhard
Early Christian Authors on Samaritans and Samaritanism
Texts, Translations and Commentary
Early Christian Authors on Samaritans and Samaritanism
Texts, Translations and Commentary

The Book of the Twelve
An Anthology of Prophetic Books or The Result of Complex Redactional Processes? …
An Anthology of Prophetic Books or The Result of Complex Redactional Processes? …















