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Neu im AngebotRill, Ingo
Symbolische Identität
Dynamik und Stabilität bei Ernst Cassirer und Niklas Luhmann. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückt die Zeitstruktur unserer Erfahrung verstärkt ins Zentrum philosophischer Aufmerksamkeit. Damit werden die Entstehungsbedingungen konstanter Einheiten im 'Fluss des Geschehens' in besonderem Maße erklärungsbedürftig. Ingo Rill beschäftigt sich mit der Symbolphilosophie Cassirers und dem systemtheoretischen Entwurf Luhmanns, anhand deren die Genese identifizierbarer Gestalten als Ausbildung von Sinnstrukturen erklärt und das Spannungsverhältnis von Dynamik und Stabilität neu bestimmt wird. Die Einführung in den Themenzusammenhang erfolgt in dem ersten Kapitel über die Nachzeichnung des metaphorischen Perspektivenwechsels von der Beschreibung des Bewusstseinsverlaufs als einer Gedankenkette zu dem Bild eines Gedankenstromes. Es ergeben sich neue Beschreibungsmöglichkeiten die insbesondere die Momente der 'Prozessualität', 'Kontinuität' und 'Kontextualität' als wesentliche Merkmale unserer Erfahrung erschließen und eine neue Einschätzung des Verhältnisses von Dynamik und Stabilität ermöglichen. Anschließend werden die zeittheoretischen Implikationen der Metapher vom Bewusstseinsstrom sowie Heideggers Kritik an den impliziten Unterstellungen eines strommetaphorischen Verständnisses unseres Erlebens skizziert. In einem zweiten Kapitel wird gezeigt, dass Cassirer sich ebenfalls auf die Metapher vom Bewusstseinsstrom bezieht, aber einen anderen Akzent setzt als die anderen Autoren, da er wesentlich stärker die Ordnungsgesichtspunkte des Bildes vom Strom entwickelt. In einem dritten Kapitel soll Cassirers Ansatz mit aktuellen Denkbemühungen in Verbindung gebracht werden. Der Anschluss an die gegenwärtige Diskussion erfolgt über die Systemtheorie Niklas Luhmanns, in der die Themenkreise Temporalität und Instabilität und systemische Stabilisierungsleistungen einen zentralen Gegenstand der Reflexion bilden. Im vierten Kapitel werden schließlich verschiedene Ergebnisse zum Prozess symbolischer Stabilisierung zusammengefasst und einige ausgewählte Aspekte anhand aktueller kulturtheoretischer Analysen des Ägyptologen Jan Assmann auf ihre Plausibilität überprüft. Außerdem wird der Themenkreis um den Gesichtspunkt kultureller Identität erweitert. Im letzten Abschnitt wird schließlich auf den unhintergehbar individuellen Anteil am symbolischen Bestimmungsprozess eingegangen. Denn eine Theorie symbolischer Stabilität sollte sowohl die überindividuellen Strukturen sinnhafter Organisation wie auch die konstitutive Bedeutung individueller Kreativität bei Bestimmungsprozessen berücksichtigen. 210 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Philosophie; Band 170/Königshausen & Neumann 1995)
Bestell-Nr.: 15781
ISBN-13: 9783826010125
ISBN-10: 3826010124
Erscheinungsjahr: 1995
ISBN-13: 9783826010125
ISBN-10: 3826010124
Erscheinungsjahr: 1995
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