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Neu im AngebotMohr, Joachim
Hunde wie ich
Selbstbild und Weltbild in den autobiographischen Schriften Oskar Maria Grafs. Joachim Mohr unternimmt eine gründliche Lektüre zweier autobiographischer Texte Oskar Maria Grafs: 'Wir sind Gefangene' (1927) und 'Das Leben meiner Mutter' (1940, New York). Im Brennpunkt des Interesses steht dabei neben einer Herausarbeitung des spezifischen Profils Oskar Maria Grafs als Erzähler die Suche nach einer "Geschichte im Hintergrund der Geschichte" - ein Experiment am Text mit offenem Ausgang, das Mohr dennoch unter Beachtung der Verteilung von Rede und Schweigen über bestimmte Lebensphasen in 'Gefangene' oder die Rekonstruktion und Kommentierung im ersten Text verschwiegener Lebensphasen im 'Mutterbuch', als adäquater Interpretationsansatz für beide Texte erscheint. Das Verfahren bietet die Chance, einen Schlüssel zum Gesamtwerk des Autors zu finden, liefert es doch wichtige Aufschlüsse über Grafs politisch-historisches Modell der zeitgenössischen Gesellschaft, über Mechanismen seiner Entstehung im Rahmen der autobiographischen Aufarbeitung der eigenen Lebensgeschichte, über spezifische Hemmnisse des autobiographischen Erzählens und damit verbundene partielle Entwicklungsstillstände, deren Folgen noch im Spätwerk des Autors greifbar sind. Es gilt, anhand einzelner Episoden oder Sätze auf die Vieldeutigkeit des Textes aufmerksam zu machen und zugleich jeder der erzählten Geschichten - denn beide ergeben erst in ihrem Zusammenspiel das Ganze des autobiographischen Textes - den gebührenden Raum zu geben. Der erste Teil gilt der Oberfläche des autobiographischen Textes oder der "Geschichte im Vordergrund", der zweite der Rekonstruktion eines im Hintergrund vernehmbaren "anderen" autobiographischen Diskurses, nicht zwischen Autor und Leser, sondern zwischen dem Autor und seiner Mutter. In beiden Teilen dient der Text 'Wir sind Gefangene' als Grundlage der Analysen. Im dritten Teil wird anhand des Textes 'Das Leben meiner Mutter' eine Zusammenschau beider Ebenen versucht, die freilich bruchstückhaft bleiben muss, im vierten Teil schließlich anhand des Schlusskapitels zum 'Mutterbuch' exemplarisch der Beweis geführt, dass Graf schreibend nicht nur die Ankunft im eigenen Selbst, sondern, damit eng verbunden, die Heimkehr zu Heimat und Mutter realisiert. Bei der Rekonstruktion dieser Geschichte soll anhand ausgewählter Textbeispiele Grafs Verhältnis zu verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen nachgezeichnet, Ausgangspunkt und Zielrichtung seiner Kritik der bürgerlichen Gesellschaft herausgearbeitet, schließlich auch aufgezeigt werden, inwieweit der Autor seine Lebensgeschichte als ein Hinauswachsen über die kritisierten Verhältnisse und als Abkehr von der anfänglichen Identifikation mit diesen Verhältnissen begreift und gestaltet. 382 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 287/Königshausen & Neumann 1999) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 16005
ISBN-13: 9783826017056
ISBN-10: 3826017056
Erscheinungsjahr: 1999
ISBN-13: 9783826017056
ISBN-10: 3826017056
Erscheinungsjahr: 1999
Reihe: Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Joachim Mohr
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Autor*in: Joachim Mohr
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
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