Biologie, Menschenbild und die knappe Ressource Gemeinsinn

Gierer, Alfred: Biologie, Menschenbild und die knappe Ressource Gemeinsinn

Der Autor untersucht die Beziehungen von Gehirn und Geist, biologischen Anlagen und ethischen Normen unserer Spezies und plädiert dabei gegen ideologiebefrachtete Kontroversen zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaftlern: Zwar gelten im Gehirn uneingeschränkt die physikalischen Gesetze; ein vollständiges Verständnis des menschlichen Bewußtseins ergibt sich allein daraus aber nicht. Zweifelsfrei ist der Mensch und sein Gehirn Ergebnis biologischer Evolution, doch sind es gerade seine besonderen biologisch entstandenen Merkmale wie seine Sprach-, Abstraktions-, Strategie- und Empathiefähigkeiten, die ihn seit etwa 100 000 Jahren in die Eigendynamik der Kulturgeschichte entlassen haben. Die kulturellen Gestaltungsspielräume sind dabei erstaunlich weit, aber sie sind durch die biologischen Grundbedingungen unserer Spezies auch begrenzt. Für gesellschaftliche Überlegungen zu Kooperativität und Gemeinsinn ist eine realistische Einschätzung sozialmoralischer Ressourcen von zentraler Bedeutung. Dabei erscheint Gemeinsinn als eine reale, wenngleich durchaus knappe Ressource menschlicher Gesellschaften, die am ehesten behutsam und ohne kontraproduktive Überforderungen zu aktivieren ist. 144 Seiten, broschiert (Königshausen & Neumann 2005) leichte Lagerspuren

Bestell-Nr.: 60726
Gewicht: 229 g
Sprache: Deutsch
Sachgebiete: Naturwissenschaften und Technik | Anthropologie | Fächerübergreifende sozialwiss. Darstellungen
ISBN: 9783826029714
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