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Beyer, Arno
Andor der Spielmann
Ein jüdisches Musikerleben. Auf Basis der Erinnerungen von Andor Iszák und weiterer Quellen erzählt Beyer das Leben des Musikers. Geboren 1944 im Budapester Ghetto und aufgewachsen unter dem strikten Reglement der sozialistischen Gesellschaft, widmete er den größten Teil seines Lebens der Wiederentdeckung und Wiederbelebung der synagogalen Musik. - Die Lebensgeschichte, die erzählt wird, ist verwoben mit den politischen Wirren und den menschlichen Entwurzelungen des 20. Jahrhunderts. Der Zweite Weltkrieg im deutsch besetzten, den Judenverfolgungen unterworfenen Ungarn prägt die Kindheit, das Reglement der sozialistischen Gesellschaft Jugend und Erwachsenenleben. Im Herzen einer strenggläubigen und frommen jüdischen Familie aufgewachsen, erlebt Andor Izsák die Berufung zur Musik als Leitstern und Konstante seines Lebens. Glaube und Musik führen ihn zur Wiederentdeckung der großen synagogalen Musik des 19. Jahrhunderts, und so wird es fortan seine Mission, dem jüdischen Gottesdienst diese Musik mit dem vollen Klang der Orgel zurückzugeben. In Deutschland, Hannover, kommt er schließlich seinem Ziel sehr nahe. Leidvolles und Freudvolles berühren uns in diesen Erinnerungen, die aus dem Blickwinkel des Biographierten, in knappem, humorvollem, kurz: hinreißendem Stil festgehalten sind. Neben den Erinnerungen von Andor Izsák dienten als Quellen für die Ausgabe auch "Das letzte Kapitel" von Christian Gerlach und Götz Aly sowie die Veröffentlichungen von Randolph Braham, in denen das Schicksal der ungarischen Juden während des Holocausts dargestellt wird, außerdem "Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung" von Ismar Elbogen sowie "Orgel und Orgelmusik in deutsch-jüdischer Kultur" von Tina Frühauf. Zur Klärung vieler anderer Fragen war die "Encyclopedia Judaica" unentbehrlich. 279 Seiten, gebunden (Lebensberichte - Zeitgeschichte/Olms Verlag 2011)
Bestell-Nr.: 65951
ISBN-13: 9783487085036
ISBN-10: 3487085038
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN-13: 9783487085036
ISBN-10: 3487085038
Erscheinungsjahr: 2011
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