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Buchcover Auswanderung vorläufig nicht möglich

Herskovits-Gutmann, Ruth
Auswanderung vorläufig nicht möglich

Die Geschichte der Familie Herskovits aus Hannover. Hrsg., übersetzt und kommentiert von Bernhard Strebel.

Der autobiographische Bericht ist das Zeugnis einer jüdischen Familie, in deren Schicksal sich viele Elemente der Geschichte vereinigen. Ruth Herskovits-Gutmann wurde 1928 in Hannover geboren. Ihr Vater war Sekretär der dortigen jüdischen Gemeinde. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten fiel ihm die Aufgabe zu, den bürokratischen Auflagen nachzukommen, mit denen die Gestapo die jüdische Gemeinde immer stärker bedrängte. 1939 wird Ruth Herskovits-Gutmann gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Eva mit einem Kindertransport nach Holland geschickt. Kurz darauf stirbt die Mutter. 1941 hofft der Vater auf eine Auswanderung in letzter Minute und holt die Zwillinge zurück nach Hannover. Doch diese Pläne scheitern, und die Familie lebt bis zur Deportation im Juni 1943 in 'Judenhäusern' und auf dem Gelände einer ehemaligen israelitischen Gartenbauschule. Dort wurden die Zwillinge Zeuginnen der beklemmenden Szenen im Vorfeld der Deportationen. Besonders schmerzhaft war die Beobachtung, dass die Gestapo den Vater für die ordnungsgemäße Abwicklung der Transporte mitverantwortlich machte. Die Reflexionen über die Qual dieser aufgezwungenen Rolle gehören zu den eindringlichsten Passagen. Immer wieder stellt die Autorin die Frage der 'Schuld' der Überlebenden und setzt sich im Schlusskapitel mit Primo Levis letztem Buch "Die Untergegangenen und die Geretteten" auseinander. 288 Seiten mit 25 Abb., broschiert (Wallstein Verlag 2002)
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1918-1933 1933-1945 Judentum im 20. Jahrhundert bis 1945

Bestell-Nr.: 925555
ISBN-13: 9783892445074
ISBN-10: 3892445079
Erscheinungsjahr: 2002
Bindungsart: broschiert
Umfang: 288 Seiten mit 25 Abb.
Gewicht: 421 g
Verlag: Wallstein Verlag
Autor*in: Ruth Herskovits-Gutmann
Herausgeber*in: Bernhard Strebel
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
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