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Buchcover Die Gewalt des MoralistenNeu im Angebot

Gotterbarm, Mario
Die Gewalt des Moralisten

Zum Verhältnis von Ethik und Ästhetik bei W. G. Sebald.

Sebalds Ruhm beruht auf der Annahme, er setze eine sensible und hochreflexive Erinnerungskunst ins Werk, die der Opfer der Geschichte respektvoll gedenkt. Diese Annahme muss revidiert werden. Sie hält einer eingehenden Untersuchung seines Schreibethos nicht stand. Mario Gotterbarm zeigt in detaillierten Analysen von Sebalds Schriften, dass dessen Interpretationen von einem rigorosen Moralismus beeinflusst sind: sein 'abschließendes Vokabular' offenbart ein verhärtetes und problematisches Weltbild, das sich gegenüber den interpretierten Autoren als hermeneutische Gewalt manifestiert. Insofern Sebald dieses Vokabular auch literarisch gebraucht, überträgt sich die Problematik seiner Literaturkritik auf seine Literatur und unterminiert seine Poetik der Restitution. Die Bedingung einer narrativen Ethik, die den Anderen in seiner je eigenen Identität respektiert, wäre ein Ethos, das zu einer dialogischen Beziehung zum und zu einer unvoreingenommenen Wahrnehmung des Anderen fähig ist. Der Autor Sebald, so das Resümee der Studie, lässt dieses vermissen; seine Form literarischer Historiographie - 'böse' Täter, 'gute' Opfer - bleibt unterkomplex. Beleuchtet werden unter anderem Sebalds Positionen zu Carl Sternheim, Alfred Döblin, Ernst Herbeck, Peter Handke, Gerhard Roth, Charles Sealsfield (Karl Postl), Joseph Roth, Jurek Becker, Alfred Andersch und Robert Walser. 684 Seiten, gebunden (Wilhelm Fink Verlag 2016) Mängelexemplar
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Literatur nach '45 Literaturtheorie

Bestell-Nr.: 116270
ISBN-13: 9783770560684
ISBN-10: 377056068X
Erscheinungsjahr: 2016
Bindungsart: gebunden
Umfang: 684 Seiten
Gewicht: 1,14 kg
Verlag: Wilhelm Fink Verlag
Autor*in: Mario Gotterbarm
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, Mängelexemplar
* Gilt für Lieferungen nach Deutschland. Lieferzeiten für alle anderen Länder finden Sie hier.
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