"Polizeilich zwangsentführt"

Das Leben der Sintizza Lily van Angeren-Franz von ihr selbst erzählt, aufgezeichnet von Henny Clemens und Dick Berts. Hrsg. von Hans-Dieter Schmid. Aus dem Niederländischen von Martina den Hertog-Vogt. "Polizeilich zwangsentführt" - so widersprüchlich formuliert fand die brutale Entführung und Deportation von Lily Franz, ihren Geschwistern und ihrer Mutter im Zeugnishauptbuch der Volksschule Drispenstedt Erwähnung. Für die Betroffenen verbarg sich hinter diesem technokratischen Wortpaar ein langer Leidensweg, im Fall von Lily Franz folgten bis zur Befreiung 1945 Aufenthalte im Zigeunerlager in Auschwitz, im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und dessen Außenkommando Graslitz im Sudetenland. Verfolgung, Deportation und Lagerzeit bildeten so zwar das Zentrum der Lebensgeschichte von Lily van Angeren-Franz. Ihre 1997 im niederländischen Original veröffentlichten Erinnerungen sind aber auch eine wichtige Quelle zur Geschichte der Sinti und Roma in der Zeit vor und nach Ende der NS-Diktatur und darüber hinaus durch die Qualität der Darstellung, ihre präzise Beobachtungsgabe und ihre plastische und überaus lebendige Erzählweise von besonderer Bedeutung. 157 Seiten mit 18 Abb., gebunden (Quellen und Dokumentationen zur Stadtgeschichte Hildesheims; Band 15/Verlag Gebrüder Gerstenberg 2004)

Bestell-Nr.: 12360
Gewicht: 517 g
Sprache: Deutsch
Sachgebiete: Studium Generale - Geschichte | Geschichte des 20. Jahrhunderts, übergreifende Darstellungen | Geschichte der Jahre 1933-1945
ISBN: 9783806785562
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