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Neu im AngebotVanberg, Viktor
Markt und Organisation
Individualistische Sozialtheorie und das Problem korporativen Handelns. Es ist die zentrale These der Studie, dass der individualistischen Tradition zwar durchaus Mängel bei der theoretischen Erfassung korporativer Strukturen anzulasten sind, dass diese Mängel ihren Grund aber nicht in angeblich inhärenten Unzulänglichkeiten des individualistischen Ansatzes haben, sondern vielmehr darin, dass dieser Ansatz in seiner üblichen Anwendung stillschweigend mit einer spezifischen, einengenden Interpretation gleichgesetzt worden ist. Eine solche einengende Interpretation stellt nämlich, wie gezeigt werden soll, das Austauschmodell dar, das die theoretische Perspektive innerhalb der individualistisch-utilitaristischen Tradition wesentlich bestimmt hat. Das Austauschmodell legt eine theoretische Perspektive nahe, die soziale Strukturen generell als mehr oder minder komplexe Netzwerke bilateraler Austauschbeziehungen zu analysieren und auf solche bilaterale Relationen als Elemente zurückzuführen sucht. Eine solche Perspektive hat sich zwar ganz offensichtlich bei der Analyse marktlicher Sozialstrukturen bewährt, sie erweist sich aber - nach der in dieser Studie vertretenen Auffassung - im Hinblick auf die Problematik korporativen Handelns als ein weniger fruchtbarer Leitfaden für die Analyse. Dies deshalb, weil für korporative Strukturen eben nicht - wie im Falle von Marktstrukturen - die Mechanismen dezentraler wechselseitiger Anpassung konstitutiv sind, sondern das Prinzip zentraler Koordination. In der Studie wird der Versuch unternommen deutlich zu machen, dass eben dieses Strukturprinzip korporativen Handelns zweckmäßiger mit einem Modell zu erfassen ist, das zwar von den gleichen individualistischen Grundannahmen ausgeht wie das Austauschmodell - und das daher mit diesem völlig kompatibel ist -, das aber typisch andersartige Bedingungen der Handlungskoordination betont. Als ein solches Modell korporativen Handelns wird - in Anlehnung an Arbeiten von J. S. Coleman - das "Modell der Ressourcenzusammenlegung" vorgestellt, das das Kennzeichen korporativen Handelns darin sieht, dass mehrere Akteure irgendwelche Ressourcen (Güter oder Leistungen) in einen gemeinsamen, zentral disponierten Pool einbringen, wobei sich die Notwendigkeit der organisatorischen Regelung zweier grundlegender Probleme ergibt: Des Problems der korporativen Entscheidung - also der Entscheidung über den Einsatz der gepoolten Ressourcen - und des Problems der Verteilung des Korporationsertrages - der Umsetzung des durch korporatives Handeln erzielten Ertrages in individuelle Teilnahmeanreize. Die Klärung dieser beiden Probleme macht im Sinne der in der Studie vertretenen Auffassung den Kern einer Theorie korporativen Handelns aus. Studienausgabe. VIII,202 Seiten mit 6 Abb., Leinen (Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften. Studien in den Grenzbereichen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; Band 31/Mohr Siebeck 1995)
Bestell-Nr.: 129257
ISBN-13: 9783169444229
ISBN-10: 3169444220
Erscheinungsjahr: 1995
Auflage: Studienausgabe
ISBN-13: 9783169444229
ISBN-10: 3169444220
Erscheinungsjahr: 1995
Auflage: Studienausgabe
Bindungsart: Leinen
Umfang: VIII,202 Seiten mit 6 Abb.
Gewicht: 311 g
Verlag: Mohr Siebeck
Reihe: Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften. Studien in den Grenzbereichen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Umfang: VIII,202 Seiten mit 6 Abb.
Gewicht: 311 g
Verlag: Mohr Siebeck
Reihe: Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften. Studien in den Grenzbereichen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
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