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Heimendahl, Hans Dieter
Studien zur Lebensphilosophie Thomas Manns in "Betrachtungen eines Unpolitischen", "Der Zauberberg", "Goethe und Tolstoi" und "Joseph und seine Brüder".
»Damit man sich zu einem Werk entschließe, muß es, als Stoff, irgendwo einen Punkt haben, bei dessen Berührung einem regelmäßig das Herz aufgeht«, schreibt Thomas Mann 1926 seinem Freund Ernst Bertram, als er die Arbeit an "Joseph und seine Brüder" in Angriff nimmt. Beim Josephsroman sei dieser Punkt die doppelte Segnung, die Jaakob seinem Lieblingssohn Joseph zuteil werden lässt »mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt«. Warum geht Thomas Mann an diesem Punkt das Herz auf? Der doppelte Segen im Josephsroman steht in der Nachfolge eines Gegensatzes, der Thomas Manns Denken und Schreiben von Anfang an bestimmt: des Gegensatzes von Geist und Leben. Ob es um die stilistische Selbsteinordnung zwischen romanischer Feuilletonistik und deutscher Musik, um die Charakterisierung von Helden seiner Werke vom asketischen und strengen Geistesaristokraten Gustav von Aschenbach bis zum mittelmäßig begabten Seelenmenschen Hans Castorp oder um die Stellung Deutschlands zwischen Frankreich und Russland geht - der Gegensatz von Geist und Leben bildet den Bezugspunkt für die Profilierung und Differenzierung von Thomas Manns Gedanken, Metaphern und Leitmotiven. Hans Dieter Heimendahl untersucht die Wandlung und Variation dieses zentralen Gegensatzes im Werk Thomas Manns vom großen Bekenntnisessay "Betrachtungen eines Unpolitischen" bis zum zum fiktionalen Hauptwerk "Joseph und seine Brüder". Dabei legt er die Wurzeln des Gegensatzes in der geistesgeschichtlichen Debatte der Zeit wie in der Schopenhauer- und Nietzschelektüre des Autors frei und findet im Antagonismus von Geist und Leben nicht nur das Prinzip der Lebensphilosophie, sondern auch der Ästhetik Thomas Manns. 359 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 196/Königshausen & Neumann 1998) leichte Lagerspuren, Schnitt leicht angeschmutzt
Heimendahl, Hans Dieter
Kritik und Verklärung
Studien zur Lebensphilosophie Thomas Manns in "Betrachtungen eines Unpolitischen", "Der Zauberberg", "Goethe und Tolstoi" und "Joseph und seine Brüder". »Damit man sich zu einem Werk entschließe, muß es, als Stoff, irgendwo einen Punkt haben, bei dessen Berührung einem regelmäßig das Herz aufgeht«, schreibt Thomas Mann 1926 seinem Freund Ernst Bertram, als er die Arbeit an "Joseph und seine Brüder" in Angriff nimmt. Beim Josephsroman sei dieser Punkt die doppelte Segnung, die Jaakob seinem Lieblingssohn Joseph zuteil werden lässt »mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt«. Warum geht Thomas Mann an diesem Punkt das Herz auf? Der doppelte Segen im Josephsroman steht in der Nachfolge eines Gegensatzes, der Thomas Manns Denken und Schreiben von Anfang an bestimmt: des Gegensatzes von Geist und Leben. Ob es um die stilistische Selbsteinordnung zwischen romanischer Feuilletonistik und deutscher Musik, um die Charakterisierung von Helden seiner Werke vom asketischen und strengen Geistesaristokraten Gustav von Aschenbach bis zum mittelmäßig begabten Seelenmenschen Hans Castorp oder um die Stellung Deutschlands zwischen Frankreich und Russland geht - der Gegensatz von Geist und Leben bildet den Bezugspunkt für die Profilierung und Differenzierung von Thomas Manns Gedanken, Metaphern und Leitmotiven. Hans Dieter Heimendahl untersucht die Wandlung und Variation dieses zentralen Gegensatzes im Werk Thomas Manns vom großen Bekenntnisessay "Betrachtungen eines Unpolitischen" bis zum zum fiktionalen Hauptwerk "Joseph und seine Brüder". Dabei legt er die Wurzeln des Gegensatzes in der geistesgeschichtlichen Debatte der Zeit wie in der Schopenhauer- und Nietzschelektüre des Autors frei und findet im Antagonismus von Geist und Leben nicht nur das Prinzip der Lebensphilosophie, sondern auch der Ästhetik Thomas Manns. 359 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 196/Königshausen & Neumann 1998) leichte Lagerspuren, Schnitt leicht angeschmutzt
Bestell-Nr.: 133054
ISBN-13: 9783826012396
ISBN-10: 3826012399
Erscheinungsjahr: 1998
ISBN-13: 9783826012396
ISBN-10: 3826012399
Erscheinungsjahr: 1998
Reihe: Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Hans Dieter Heimendahl
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren, Schnitt leicht angeschmutzt
Autor*in: Hans Dieter Heimendahl
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren, Schnitt leicht angeschmutzt
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