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Wienand, Werner
Größe und Gnade
Grundlagen und Entfaltung des Gnadenbegriffs bei Thomas Mann. Erfüllung ist ein großes Thema in und hinter der Literatur. Gibt es in der Welt eine glückliche Existenz für den Künstler, insbesondere, wenn seine Kunst auf der Kluft zwischen Ich und Welt beruht? Oder gibt es für ihn Erfüllung in einer selbst geschaffenen Welt aus Kunst? Werner Wienand verfolgt Thomas Manns Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen persönlicher Leistung und transzendenter Angewiesenheit, die sein ganzes Leben und Werk als Suche nach persönlicher Rechtfertigung und Erfüllung durchzieht - eine Odyssee durch Einsamkeit und Sehnsucht, voll versteckter Gewissensqual, Angst und Verzweiflung. Kunst ist der große Sublimationsraum, in dem Mann versuchte, aus den weltanschaulichen Quellen von Künstlertum und Bürgertum tragfähige Erfüllungskonstrukte zu synthetisieren. Die Schauplätze sind Psychologie, Politik und Religiosität ebenso wie Alchemie, Plastik und Okkultismus. Nietzsche, Schopenhauer, Scheler und Kierkegaard sind wichtige Eideshelfer auf einem langen und wechselvollen Weg von Größe zu Gnade. Das Buch zeigt, wie und warum Thomas Mann sich von seiner frühen Auffassung der Existenz als Verfallsgeschichte und dem trotzigen Idealbild heroischen Aushaltens in künstlerischer "Größe" verabschiedete, warum das folgende politisch-soziale Postulat von "Güte und Liebe" nicht tragfähig war, und wie sich Thomas Mann zuletzt der Hoffnung auf "Güte und Gnade" öffnete. 440 Seiten, broschiert (Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte; Band 15/Königshausen & Neumann 2001)
Bestell-Nr.: 15843
ISBN-13: 9783826019760
ISBN-10: 3826019768
Erscheinungsjahr: 2001
ISBN-13: 9783826019760
ISBN-10: 3826019768
Erscheinungsjahr: 2001
Reihe: Studien zur Literatur- und Kulturgeschichte
Autor*in: Werner Wienand
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
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Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
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