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Neu im AngebotGümbel, Lutz
Ich
Synthetischer Realismus und ödipale Struktur im Frühwerk Arno Schmidts. Eine typologische Untersuchung. Ein verborgenes Muster bestimmt alle narrativen Prozesse in den Erzählungen Arno Schmidts: das ödipale Prinzip. Wie auch immer die Helden sich wandeln mögen, alle sind sie geleitet von denselben Trieben, von offenem Vaterhass und heimlicher Mutterliebe. Die Philologie konnte diese Typologie bisher nicht wahrnehmen, da sie Schmidt - wie der Meister selbst vorgegeben hatte - für einen objektiven Realisten hielt. Diese Position ist obsolet geworden. Lutz Gümbel verfolgt die These von der ödipalen Strukturierung analytisch präzise und anhand jederzeit nachprüfbarer Textbelege. Und der Autor geht noch einen Schritt weiter und deckt auch in der Biographie Arno Schmidts das ödipale Syndrom auf. - Im ersten Teil, der methodologischen, sprach- und erkenntnistheoretischen Fragen nachgeht, soll die Komplikation, das Ineinandergreifen subjektivistischer und objektivistischer Positionen, verfolgt werden; zuerst an der Sekundärliteratur zu Arno Schmidt, dann am Verständnis von Sprache allgemein, schließlich an den Theoremen Arno Schmidts, seinen theoretisierenden Äußerungen zu Rezeption, Interpretation und Produktion von Literatur. Der zweite Teil (Textanalyse und - interpretation) legt ebendies synthetische Ordnungsprinzip frei, nach dem die Texte organisiert sind. Die Anwendung eines rein quantitativen, statistisch paraphrasierenden Verfahrens wird Strukturen sichtbar machen, die allen untersuchten Texten gemeinsam sind, und die zusammen eine übergeordnete Typologie ausmachen, ein Handlungsmodell oder eine Handlungsmatrix der Metaebene. An dieses Handlungsmodell trägt Gümbel eine Deutungshypothese heran, die geeignet scheint, einen literaturgeschichtlichen Spannungsbogen größerer Ausdehnung aufzubauen. In der herausgestellten Typologie, so die Hypothese, findet sich ein Handlungs- und Denkmodell, das als Topos leitmotivisch die Geschichte der Literatur durchzieht und in der Prosa Arno Schmidts speziell ausgebildet wieder erscheint: die Fabel von Ödipus, wie sie von Sophokles überliefert ist. Im Zentrum des Interesses steht die Anschauung eines literarischen Topos, seine perpetuierliche artifizielle Replik, seine Entwicklungen und Metamorphosen in einem exponierten Bereich moderner Literatur. Wenn hier doch von Mythologie, archetypischer Psychologie und archaischen Handlungsmodellen die Rede ist, dann in der Absicht, zu zeigen, dass das Objektive artifizieller Verfasstheit immer die Verdichtung individuellen Erlebens ausmacht, ungeachtet der Frage, ob Reproduktion vorliegt oder Transzendenz. Dieser Gedanke liegt auch dem dritten Teil dieser Arbeit zugrunde, in dem Gümbel die Biographie Arno Schmidts ebenfalls unter dem Aspekt des ödipalen Topos darstellen und zugleich erhellen will, dass dieser Topos in Literatur metaphorisch etwas auszudrücken vermochte, was im Leben - unversetzt - auszudrücken nicht möglich war. III,356 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 139/Königshausen & Neumann 1995) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 134133
ISBN-13: 9783826010408
ISBN-10: 382601040X
Erscheinungsjahr: 1995
ISBN-13: 9783826010408
ISBN-10: 382601040X
Erscheinungsjahr: 1995
Reihe: Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Lutz Gümbel
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Autor*in: Lutz Gümbel
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
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