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Vaupel, Dieter
Theobald Fenner und das Pogrom vom September 1935 in Spangenberg. Mit einem Vorwort von Edgar Franke.
In seinem Buch beleuchtet Dieter Vaupel ein beinahe vergessenes Kapitel der nordhessischen Geschichte. Bereits 1955 kam es in Spangenberg zu einem Pogrom, ausgelöst durch den damaligen NSDAP-Bürgermeister Theobald Fenner anlässlich der Verkündung der Nürnberger Gesetze. Die furchtbaren Geschehnisse ereigneten sich in der Nacht vom 15. zum 16. September - also gut drei Jahre vor der Reichspogromnacht. Das Buch stellt damit einen Hauptakteur der NSDAP auf lokaler Ebene und ein Ereignis in den Mittelpunkt, das seinesgleichen im gesamten Deutschen Reich suchte. Fenner ließ nach der Verkündigung der Nürnberger Gesetze einen Fackelzug in der Nacht aufstellen und durch Spangenberg ziehen, um die in den jüdischen Haushalten beschäftigten christlichen Mädchen und deren Arbeitgeber - die Juden der Stadt - über die neue Gesetzeslage zu "belehren". Bürgermeister Fenner war ein Antisemit und ein fanatischer Nationalsozialist, aber er war kein Mörder oder gar Massenmörder, auch niemand, der an der Organisation des Massenmordes an den Juden direkt beteiligt war. Fenner agierte nicht auf Reichsebene, er hatte kein hohes Amt in der NS-Hierarchie inne. Er war ein kleines Rädchen in der nationalsozialistischen Bürokratie, aber eines, das im Sinne dieser Ideologie hervorragend funktionierte. Männer wie er bereiteten auf lokaler Ebene das vor, was mit der Ermordung von sechs Millionen Juden endete. Insofern ist sein Handeln eng mit der Ermöglichung des Holocaust verknüpft. Wie Theobald Fenner auf lokaler Ebene nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen seine politischen Gegner vorging, das zeigt dieses Buch bis ins Detail hinein. 279 Seiten mit 192 Abb., broschiert (Schüren Verlag 2021) leichte Lagerspuren, Kanten leicht bestoßen
Vaupel, Dieter
«Und wenn einer umfällt und nicht gleich wieder aufsteht, so kann uns das gleich sein»
Theobald Fenner und das Pogrom vom September 1935 in Spangenberg. Mit einem Vorwort von Edgar Franke. In seinem Buch beleuchtet Dieter Vaupel ein beinahe vergessenes Kapitel der nordhessischen Geschichte. Bereits 1955 kam es in Spangenberg zu einem Pogrom, ausgelöst durch den damaligen NSDAP-Bürgermeister Theobald Fenner anlässlich der Verkündung der Nürnberger Gesetze. Die furchtbaren Geschehnisse ereigneten sich in der Nacht vom 15. zum 16. September - also gut drei Jahre vor der Reichspogromnacht. Das Buch stellt damit einen Hauptakteur der NSDAP auf lokaler Ebene und ein Ereignis in den Mittelpunkt, das seinesgleichen im gesamten Deutschen Reich suchte. Fenner ließ nach der Verkündigung der Nürnberger Gesetze einen Fackelzug in der Nacht aufstellen und durch Spangenberg ziehen, um die in den jüdischen Haushalten beschäftigten christlichen Mädchen und deren Arbeitgeber - die Juden der Stadt - über die neue Gesetzeslage zu "belehren". Bürgermeister Fenner war ein Antisemit und ein fanatischer Nationalsozialist, aber er war kein Mörder oder gar Massenmörder, auch niemand, der an der Organisation des Massenmordes an den Juden direkt beteiligt war. Fenner agierte nicht auf Reichsebene, er hatte kein hohes Amt in der NS-Hierarchie inne. Er war ein kleines Rädchen in der nationalsozialistischen Bürokratie, aber eines, das im Sinne dieser Ideologie hervorragend funktionierte. Männer wie er bereiteten auf lokaler Ebene das vor, was mit der Ermordung von sechs Millionen Juden endete. Insofern ist sein Handeln eng mit der Ermöglichung des Holocaust verknüpft. Wie Theobald Fenner auf lokaler Ebene nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen seine politischen Gegner vorging, das zeigt dieses Buch bis ins Detail hinein. 279 Seiten mit 192 Abb., broschiert (Schüren Verlag 2021) leichte Lagerspuren, Kanten leicht bestoßen
Bestell-Nr.: 135283
ISBN-13: 9783741002762
ISBN-10: 3741002763
Erscheinungsjahr: 2021
ISBN-13: 9783741002762
ISBN-10: 3741002763
Erscheinungsjahr: 2021
Autor*in: Dieter Vaupel
Sprache: Deutsch
Zustand: Sehr gut, leichte Lagerspuren, Kanten leicht bestoßen
Sprache: Deutsch
Zustand: Sehr gut, leichte Lagerspuren, Kanten leicht bestoßen
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