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Neu im AngebotGötsch Unterberger, Barbara
Leo Putz (1869-1940)
Das Gemälde "Bacchanal" im Spiegel der Presse um 1905. Wegen sogenannter "Unsittlichkeit" wurde "Bacchanal" 1905 aus der IX. Internationalen Kunstausstellung München entfernt. Die Autorin zeigt, dass Putz diesen Skandal bewusst provoziert hat und widerlegt den tradierten Mythos vom Künstler als Opfer der Zensur. - Leo Putz hatte 1905 für die IX. Internationale Kunstausstellung im Königlichen Glaspalast in München das "Bacchanal" eingereicht. Das Gemälde wurde zunächst von der Jury angenommen, dann aber wieder aus der Ausstellung entfernt. Grundlage für diese Entscheidung bot die "Lex Heinze" (das erste Anti-Pornographie-Gesetz), die in Deutschland die öffentliche Darstellung unsittlicher Handlungen in Literatur und Kunst verbot. Barbara Götsch Unterberger weist nach, dass Leo Putz diesen Skandal bewusst provoziert hat. Sie widerlegt den tradierten Mythos vom Künstler als Opfer der Zensur und deckt auf, wie Leo Putz stattdessen Presse und Medienecho gezielt zur erfolgreichen Vermarktung der eigenen Arbeiten benutzte. Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Einordnung dieses Vorfalls, analysiert die Auswirkungen der "Lex Heinze" auf die bildende Kunst und macht anhand des "Bacchanal"-Skandals die Bedeutung der Presse für die Künstler um die Jahrhundertwende deutlich. In diesem Zusammenhang werden aber auch die möglichen Intentionen von Leo Putz thematisiert. Zu Anfang wird ein Überblick über den verfassungsmäßigen und kulturpolitischen Hintergrund in München um 1900 gegeben, der zum Gesamtverständnis und zur Einordnung der Problematik notwendig ist. Gründe für das liberale Klima in der süddeutschen Metropole werden erläutert, vor deren Hintergrund es überhaupt erst möglich wurde, die "Lex Heinze" zu erlassen. Ebenso soll die Funktion des gedruckten Wortes anhand ausgewählter Presseartikel analysiert werden. Auf der einen Seite konnten Künstler die Medien zu Werbezwecken verwenden, andererseits konnte die öffentliche Kritik aber auch die gegenteilige Wirkung erzielen: Ein Augenmerk liegt hier auf der Zeitschrift "Jugend", die es einerseits aufstrebenden jungen Künstlern, wie Leo Putz, ermöglichte, ihre Arbeiten im Rahmen von Illustrationen zu verbreiten, andererseits aber auch bewusst zur Meinungsbildung eingesetzt wurde. Anschließend werden das Leben von Leo Putz in München untersucht, seine Verbindungen zur Secession und zu der Künstlergruppe "Die Scholle", der er seit 1903 angehörte. Ebenso wird die Funktion der Internationalen Kunstausstellung beschrieben und schließlich auf den Ausschluss des Gemäldes "Bacchanal" eingegangen. Weiterführend werden die dazu erschienenen Presseartikel analysiert und im Kontext dieser Voraussetzungen interpretiert. Als letzten Punkt dieses Kapitels kommt wieder Leo Putz ins Spiel. Es wird versucht, den Künstler innerhalb des Geschehens zu positionieren. Dabei lassen sich aufgrund einiger Berichte von Zeitzeugen durchaus Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit, auf seine Überzeugungen und auf seine Neigungen ziehen. Dies ermöglicht, auch aus der Perspektive des Künstlers den Skandal rund um das "Bacchanal" und dessen Folgen einzuordnen. Im folgenden Kapitel werden die künstlerischen Vorbilder und Einflüsse für das "Bacchanal" erarbeitet (u.a. sein Akademieprofessor Paul Höcker, Wilhelm Trübner, Adolf Hölzel, Edouard Manet, Pierre-Auguste Renoir). Das letzte Kapitel positioniert das "Bacchanal" innerhalb des Putzschen Oeuvres und analysiert die Ikonographie des Bacchanal in der Kunstgeschichte und dessen spezifische Ausformung durch Leo Putz. - Aus dem Inhalt: Grundlagen und Voraussetzungen - Leo Putz und das Gemälde "Bacchanal" in der Presse - Künstlerische Vorbilder - Die Bedeutung des "Bacchanal" im Werk von Leo Putz. 103 Seiten und 17 Tafeln, gebunden (studies in european culture; Band 9/VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften 2010)
Bestell-Nr.: 15567
ISBN-13: 9783897397125
ISBN-10: 3897397129
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN-13: 9783897397125
ISBN-10: 3897397129
Erscheinungsjahr: 2010
Bindungsart: gebunden
Umfang: 103 Seiten und 17 Tafeln
Gewicht: 328 g
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
Umfang: 103 Seiten und 17 Tafeln
Gewicht: 328 g
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
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