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Neumann, Helga und Manfred
Maximilian Harden (1861-1927)
Ein unerschrockener deutsch-jüdischer Publizist. Hardens originelle und provokante Feuilletons machten ihn zu einem der profiliertesten und umstrittensten Publizisten seiner Zeit; die Wochenschrift "Die Zukunft", die er ab 1892 herausgab, zählte bald zu den renommiertesten Blättern Europas. Thematisch gegliedert beleuchtet der Band sein Leben und Wirken, von Theater- und Literaturkritik über die Judenfrage bis zum Attentat auf Harden. - Harden, mit bürgerlichem Namen Felix Ernst Witkowski, 1861 als Sohn einer aus Posen nach Berlin zugewanderten jüdischen Händlerfamilie geboren, war zunächst Schauspieler und ab Frühjahr 1888 Journalist, dessen originelle und provokante Feuilletons, besonders Theaterkritiken, sehr rasch ein interessiertes Publikum fanden. Ab 1892 gab er die Wochenschrift "Die Zukunft" heraus, die bald zu den renommiertesten Blättern Europas aufstieg. Er bot zahlreichen aufstrebenden Dichtern und Schriftstellern des In- und Auslandes ein literarisches Forum, so auch Ibsen, dessen Größe er als erster in Deutschland erkannte. Dem Deutschen Theater unter Max Reinhardt war Harden ein einflußreicher und geschätzter Berater, den Thomas Mann in einem Brief an Max Rychner zu den "drei feindlichen Brüdern" (Kerr, Kraus, Harden) zählte. Harden war mit führenden Politikern, Wissenschaftlern, Literaten, Künstlern, Großindustriellen, Schauspielern und Bankiers bekannt (u.a. Bismarck, Theodor Herzl, Friedrich von Holstein, Thomas und Heinrich Mann, Hugo Stinnes und Albert Ballin) - von dene er viele auch als Autoren für seine Wochenschrift gewinnen konnte - und daher stets glänzend informiert. Dieses Hintergrundwissen, eine eigenwillige und entschlossen vorgetragene Kritik sowie die Feldzüge gegen die wilhelminische Hofkamarilla ließen die Auflagenziffern der "Zukunft" in die Höhe schnellen und machten ihn zum Feind der Rechtsradikalen, so dass er 1922 einen Anschlag nur knapp überlebte. Die biographische Studie wertet die verfügbaren Quellen in thematischer Ordnung aus, von Theater- und Literaturkritik über die Judenfrage bis zum Attentat auf Harden. 214 Seiten mit 16 Abb., broschiert (Königshausen & Neumann 2003)
Bestell-Nr.: 59131
ISBN-13: 9783826024092
ISBN-10: 3826024095
Erscheinungsjahr: 2003
ISBN-13: 9783826024092
ISBN-10: 3826024095
Erscheinungsjahr: 2003
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