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Villmar-Doebeling, Marion
Theodor Fontane im Gegenlicht
Ein Beitrag zur Theorie des Essays und des Romans. Marion Villmar-Doebeling erläutert in ihrer Studie, dass das essayistische Werk Fontanes als Versuch einer Annäherung literarischer Darstellungsformen an die desintegrativen Grundströmungen der Moderne des 19. Jahrhunderts gelesen werden muss. Gerade weil der Essay als literarische Form "keine Totalität mehr umschreiben kann", wie die Autorin feststellt, erscheint er als einzig mögliche Form, jener Rezeption in der Zerstreuung, die die Wahrnehmung des dezentrierten Subjekts der Moderne kennzeichnet, eine angemessene Repräsentation zu verleihen. Die Ansiedlung von Fontanes Essays auf der Grenze zur postmodernen Ästhetik und ihrer subjektivitätskritischen Bestimmung des Erhabenen, lässt sie im Licht geradezu eines "Kultus der Uneigentlichkeit" erscheinen. Von dieser Einsicht ist es nur ein kleiner, gleichwohl brillanter theoretischer Sprung zu einer Lektüre des Romans "L'Adultera", die zeigt, wie die Kopie eines Gemäldes als Medium gesellschaftlicher Verständigung kulturell verbürgte Deutungen von Wirklichkeit sprengt. Ebenso hintersinnig wie luzide wird Fontanes Werk aufgrund dieser Lesart zur Reflexion über die Not und Notwendigkeit der Uneigentlichkeit. Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile: I. Grenzfälle der Mimesis im kulturkritischen Essay - Montaigne und Fontane; II. Grenzfälle der Mimesis als epistemologische Unsicherheitszeichen im Gemälde und im Roman - Tintoretto und Fontane. 156 Seiten mit 7 Abb., broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 177/Königshausen & Neumann 2000) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 128676
ISBN-13: 9783826019418
ISBN-10: 3826019415
Erscheinungsjahr: 2000
ISBN-13: 9783826019418
ISBN-10: 3826019415
Erscheinungsjahr: 2000
Reihe: Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Marion Villmar-Doebeling
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Autor*in: Marion Villmar-Doebeling
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
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