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Die Brester Union - Forschungsgespräch der Stiftung PRO ORIENTE und Forschungsergebnisse

Drei Bände: 1.: Internationales Forschungsgespräch der Stiftung PRO ORIENTE zur Brester Union. Erstes Treffen: [Wien], 18.-24. Juli 2002. Hrsg. von Johann Marte. - 2.: Zweites Treffen: [Jelenia Góra], 2.-8. Juli 2004. Hrsg. von Johann Marte. - 3. Die Brester Union. Forschungsresultate einer interkonfessionellen und internationalen Arbeitsgemeinschaft der Wiener Stiftung PRO ORIENTE. Teil I: Vorgeschichte und Ereignisse der Jahre 1595/96. Hrsg. von Johann Marte zusammen mit Erzbischof Jeremiasz (Anchimiuk), Oleh Turij und Ernst Christoph Suttner.

Die Wiener Stiftung PRO ORIENTE hat seit 2002 eine internationale Gruppe von Kirchenhistorikern aus der Orthodoxen, aus der Ukrainischen Unierten und aus der Römisch-Katholischen Kirche mit dem Auftrag eingesetzt, die konträren, zum Teil sogar kontradiktorischen Thesen, die über die Brester Union im Umlauf sind, anhand der Geschichtsquellen zu verifizieren und, wo es nötig ist, zu berichtigen. Das Forschungsprojekt sollte der Aufklärung von Missverständnissen dienen, welche schon seit Menschengedenken die zwischenkirchlichen Verhältnisse belasten. Die Bände dokumentieren die produktive Auseinandersetzung und bieten mit dem "Forschungsresultate"-Band einen Zwischenbericht zur Vorgeschichte der Union und zum Unionsabschluß, der die Zustimmung der gesamten Arbeitsgruppe gefunden hat. Die beiden Tagungsbände enthalten insgesamt 19 Beiträge, davon je einer in englischer und in russischer Sprache (letzterer mit deutschsprachigem Resümee). - Die erste Tagung zeigte, wie sehr einseitige Interpretationen, Unkenntnis und verkürzte Darstellung der Zusammenhänge die Beurteilung der Unionen von Brest und Rumänien bestimmen. Die Vorgänge der Jahre 1550 bis 1596 konnten umfassend durchleuchtet und in ihrer verschiedenen Ausprägung in den einzelnen Diözesen vorgestellt werden: welche Bischöfe an bestimmten synodalen Versammlungen teilgenommen haben, welche Rolle der Adel des Landes gespielt hat, wie die katholische Kirche zu Rate gezogen wurde und mit wie wenig Verständnis sie auf die Bemühungen der orthodoxen Bischöfe in Galizien reagiert hat. Das zweite Arbeitsgespräch widmete sich insbesondere sechs Themenfeldern: 1. Die Geschehnisse während des Aufenthalts der beide ruthenischen Bischöfe in Rom; 2. Das Verständnis von einem Schisma und von einer Union, das um die Zeit der Brester Union in Polen-Litauen bzw. in Rom vertreten wurde, und die verschiedenen Nuancen davon; 3. Vergleich der wichtigsten Urkunden (besonders der beiden Bullen Magnus Dominus und Decet Romanum Pontificem, der 1133 Artikel und der zahlreichen Papstbriefe vom Februar 1595) hinsichtlich der darin enthaltenen Aussagen zur Ekklesiologie und zu den römischen bzw. Kiever Auffassungen bezüglich der Ausübung des römischen Primats; 4. Der Wandel in der Ausübung des römischen Primats, der in der Folge der Brester Union eintrat; 5. Die Gründe für die Ablehnung der Union, die in der Zeit bis zum Tod von Petr Mogila von den Unionsgegnern vorgebracht wurden; 6. Die Beziehungen zwischen Kirche und Staat in der Zeit nach der Brester Union bis zum Tod von Petr Mogila. Der "Forschungsresultate"-Band bietet einen Zwischenbericht zur Vorgeschichte der Union und zum Unionsabschluß, der die Zustimmung der gesamten Arbeitsgruppe gefunden hat. Drei Bände, zus. 504 Seiten, broschiert (Das Östliche Christentum. Neue Folge; Bände 54,56,58/Augustinus-Verlag/Verlag Friedrich Pustet/Echter Verlag 2004-2010) leichte Lagerspuren
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Ostkirchenkunde Kirchengeschichte der Frühen Neuzeit Ökumene

Bestell-Nr.: 134630
Erscheinungsjahr: 2004-2010
Bände: 3
Bindungsart: broschiert
Umfang: 504 Seiten
Gewicht: 657 g
Verlage: Augustinus-Verlag, Verlag Friedrich Pustet, Echter Verlag
Reihe: Das Östliche Christentum. Neue Folge
Herausgeber*innen: Ernst Christoph Suttner, Johann Marte, Oleh Turij, Erzbischof Jeremiasz Anchimiuk, Stiftung Pro Oriente
Sprache: Deutsch
Zustand: Sehr gut, leichte Lagerspuren
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