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Buchcover Die orthodoxe Kirche in GriechenlandNeu im Angebot

Wittig, Andreas Michael
Die orthodoxe Kirche in Griechenland

Ihre Beziehung zum Staat gemäß der Theorie und der Entwicklung von 1821-1977.

Die orthodoxe Kirche organisiert sich als selbständige Kirche in selbständigen Staaten. Dort sucht sie eine gute Zusammenarbeit mit den jeweils Herrschenden (Synallilie). Theologische Grundlage dafür ist die Vorstellung von der menschlichen Gesellschaft als einem Organismus aus zwei Bestandteilen, eben der Kirche und dem Staat - so von Gott gewollt. Die vorliegende Arbeit stellt diese theologische Konzeption vor und vergleicht sie dann mit den gesetzlichen Regelungen, die in Griechenland für das Zusammenleben von Kirche und Staat getroffen worden sind. Der griechische Staat ist seit dem Aufstand von 1821 (wobei noch offen war, ob man Byzanz wiederherstellen oder Hellas befreien wollte) in vier Phasen (Peloponnes und Achaia; Ionische Inseln; Thessalien; Makedonien und Kreta) bis zu seinem heutigen Umfang gewachsen. Diese Entwicklung wird ebenso skizziert wie die Rolle der europäischen Großmächte England, Frankreich und Russland in diesem Kampf mit dem Osmanischen Reich und der damit verbundene Wechsel von republikanischen Verfassungen zu einer Monarchie in Griechenland. Parallel dazu lief die territoriale Entwicklung der Kirche. Die Loslösung vom Patriarchat von Konstantinopel und die kirchliche Organisation der neuen Gebiete spiegeln das politische Geschehen wider. Doch lässt sich der jeweilige Ist-Stand in der Beziehung Kirche-Staat nicht nur aus den Verfassungen, den Grundordnungen für die Kirche oder aus den Gesetzen ablesen; oft war die menschliche Komponente, die politische Stärke eines Erzbischofs oder der Zusammenhalt unter den Hierarchen, ein gewichtigerer Faktor. Die Arbeit bringt deshalb neben den einschlägigen Verfassungsartikeln und Grundordnungen von 1821 bis 1977 auch entsprechende Beispiele aus der Kirchengeschichte, die die Beziehung geprägt haben. - Mit dem Aufstand der Griechen von 1821 gegen die Türken begann eine Entwicklung, an deren Ende ein selbständiger Staat Griechenland stand. Gleichzeitig mit dem Aufbau des neuen Staates hat man auch das kirchliche Leben in diesem Staat organisiert. Das Patriarchat von Konstantinopel hat als Mutterkirche der Kirche in Griechenland 1850 die Autokephalie verliehen. Nach weiteren Gebietsgewinnen des Staates musste jeweils auch die kirchliche Zugehörigkeit dieser Gebiete geklärt werden; dabei gab es unterschiedliche Lösungen. Andreas Michael Wittig will diese unterschiedlichen Lösungen in ihrem Werden und in ihrem Ergebnis schildern. Ein weiteres Anliegen ist es, nach dem Zusammenleben der Orthodoxen Kirche mit dem griechischen Staat zu fragen. -- Die Studie gliedert sich in fünf Kapitel: 1. Die Entstehung des heutigen griechischen Staates; 2. Zu den theoretischen Vorstellungen griechischer Theologen vom Verhältnis von Kirche und Staat; 3. Die Orthodoxe Kirche in Griechenland; 4. Beispiele aus der Geschichte zum Verhältnis von Kirche und Staat in Griechenland; 5. Ergebnis. -- Für die Organisation der Kirche im Staat hat die griechische Theologie eine Idealvorstellung, die ein enges Miteinander von Kirche und Staat vorsieht: »Vom richtigen Standpunkt der orthodoxen Kirche aus ist die aufrichtige, treue Zusammenarbeit der Kirche mit dem Staat das einzig richtige System der Beziehungen zwischen diesen beiden von Gott gestifteten Organisationen.« Der Fachausdruck dafür lautet Synallilie. Diese Theorie soll zunächst dargelegt und dann mit der Wirklichkeit konfrontiert werden, die durch die vom Staat für die Kirche und das kirchliche Leben erlassenen Gesetze geschaffen worden ist. Des weiteren wird dem Wechsel der Staatsform von einer Republik zur Monarchie nachgegangen. Im zweiten Kapitel wird die Theorie für das Zusammenleben von Kirche und Staat vorgestellt, dabei wird die Trinitätstheologie, die Christologie, die Pneumatologie und die Ekklesiologie auf mögliche Folgerungen für das Thema Synallilie abgefragt. Kapitel 3 soll dann die stattgefundene Ausgestaltung dieses Verhältnisses in den Grundordnungen der Kirche von Griechenland zeigen. Dabei wird anschaulich, dass nicht - wie von griechischen Autoren oft behauptet - jegliche Knechtung und Unterordnung der Kirche allein dem Einfluss des ausländischen Königshauses oder den politischen Machthabern zugeschrieben werden kann. Gezeigt werden auch die territoriale Entwicklung der orthodoxen Kirche in Griechenland sowie verschiedene Lösungen, die bezüglich der Zugehörigkeit und der kirchlichen Verwaltung nach den jeweiligen Gebietserweiterungen des Staates verwirklicht worden sind. Das vierte Kapitel bringt Beispiele, die die Anwendung der in Kapitel 3 vorgestellten Gesetze durch die Regierung und die kirchliche Hierarchie zeigen. Das Material für die Darstellung in Kapitel 3 und 4 wird vor allem der Zusammenstellung der Synodenprotokolle von Strankas entnommen. 191 Seiten, broschiert (Das Östliche Christentum. Neue Folge; Band 37/Augustinus-Verlag/Echter Verlag 1987) leichte Lagerspuren
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Griechisch-orthodoxe Kirche Neuere Kirchengeschichte

Bestell-Nr.: 16214
ISBN-13: 9783761301500 / 9783
ISBN-10: 3761301502 / 3429041
Erscheinungsjahr: 1987
Bindungsart: broschiert
Umfang: 191 Seiten
Gewicht: 316 g
Verlage: Augustinus-Verlag, Echter Verlag
Reihe: Das Östliche Christentum. Neue Folge
Autor*in: Andreas Michael Wittig
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
* Gilt für Lieferungen nach Deutschland. Lieferzeiten für alle anderen Länder finden Sie hier.
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