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Tretjakewitsch, Léon
A Pre-Ecumenical Approach to Christian Unity.
Im ersten Drittel des 20 Jahrhunderts arbeitete der Jesuit und Bischof mit aller Kraft auf die Einheit der Kirchen hin, vor allem mit Blick auf Russland. Anhand der Quellen stellt Tretjakewitsch sein Wirken und seinen Wiedervereinigungsansatz umfassend dar. - Das Verlangen, die Einheit der Kirchen, und da besonders der römisch-katholischen mit der orthodoxen, wiederhergestellt zu sehen und selbst nach Kräften dazu beizutragen, hat durch die Jahrhunderte Hierarchien und Theologen bewegt und zu immer neuen Initiativen angeregt. Michel d’Herbigny, Jesuit und Bischof, gehört sicher zu diesen Männern, und nicht übertrieben wäre es, zu sagen, er sei von der Idee der Wiedervereinigung geradezu besessen gewesen. Sie ging mit ihm seit seinem Tertiat im Jesuitenorden (1902) bis zu seiner Ablösung von seiner Aufgabe (1933) durch Rom und den Orden. Sie zu verwirklichen, vor allem im Blick auf Russland, setzte er seine ganze Arbeitskraft und alle ihm zur Verfügung stehenden, reichen Verbindungen, kirchliche wie politische, vorbehaltlos ein. So sind sein Weg und sein Werk eine einmalige Dokumentation der Vorstellungen und Unternehmungen im Ringen um Wiedervereinigung und Einheit, wie es die ersten drei Jahrzehnte unseres Jahrhunderts in bestimmten, auch offiziellen, Kreisen auf katholischer Seite verstanden wurde. Die Weisen solchen Mühens haben sich seitdem gewiss, vor allem seit Johannes XXIII. und dem Zweiten Vaticanum, entscheidend gewandelt. Die genauere Kenntnis der früheren Vorstellungen von "Wiedervereinigung" als "Rückkehr zur (katholischen) Mutterkirche" ist dennoch auch für den gegenwärtigen Dialog wertvoll, ja notwendig: denn die Ressentiments und Vorbehalte auf orthodoxer Seite leiten sich wesentlich aus der Erinnerung an die damaligen Methoden her. Sie bei den orthodoxen Dialogpartnern auszuräumen, kann nur gelingen, wenn sich die katholischen klar von der "unionistischen" Vergangenheit distanzieren, was ohne ein gründliches Wissen um diese nicht möglich wird. Das Buch von Tretjakewitsch, gründlich an Hand der Quellen erarbeitet, kann dabei ohne Zweifel gute Dienste leisten. VIII,317 Seiten, broschiert (Das Östliche Christentum. Neue Folge; Band 39/Augustinus-Verlag/Echter Verlag 1990) leichte Lagerspuren/unused, minor shelfwear
Tretjakewitsch, Léon
Bishop Michel d'Herbigny SJ and Russia
A Pre-Ecumenical Approach to Christian Unity. Im ersten Drittel des 20 Jahrhunderts arbeitete der Jesuit und Bischof mit aller Kraft auf die Einheit der Kirchen hin, vor allem mit Blick auf Russland. Anhand der Quellen stellt Tretjakewitsch sein Wirken und seinen Wiedervereinigungsansatz umfassend dar. - Das Verlangen, die Einheit der Kirchen, und da besonders der römisch-katholischen mit der orthodoxen, wiederhergestellt zu sehen und selbst nach Kräften dazu beizutragen, hat durch die Jahrhunderte Hierarchien und Theologen bewegt und zu immer neuen Initiativen angeregt. Michel d’Herbigny, Jesuit und Bischof, gehört sicher zu diesen Männern, und nicht übertrieben wäre es, zu sagen, er sei von der Idee der Wiedervereinigung geradezu besessen gewesen. Sie ging mit ihm seit seinem Tertiat im Jesuitenorden (1902) bis zu seiner Ablösung von seiner Aufgabe (1933) durch Rom und den Orden. Sie zu verwirklichen, vor allem im Blick auf Russland, setzte er seine ganze Arbeitskraft und alle ihm zur Verfügung stehenden, reichen Verbindungen, kirchliche wie politische, vorbehaltlos ein. So sind sein Weg und sein Werk eine einmalige Dokumentation der Vorstellungen und Unternehmungen im Ringen um Wiedervereinigung und Einheit, wie es die ersten drei Jahrzehnte unseres Jahrhunderts in bestimmten, auch offiziellen, Kreisen auf katholischer Seite verstanden wurde. Die Weisen solchen Mühens haben sich seitdem gewiss, vor allem seit Johannes XXIII. und dem Zweiten Vaticanum, entscheidend gewandelt. Die genauere Kenntnis der früheren Vorstellungen von "Wiedervereinigung" als "Rückkehr zur (katholischen) Mutterkirche" ist dennoch auch für den gegenwärtigen Dialog wertvoll, ja notwendig: denn die Ressentiments und Vorbehalte auf orthodoxer Seite leiten sich wesentlich aus der Erinnerung an die damaligen Methoden her. Sie bei den orthodoxen Dialogpartnern auszuräumen, kann nur gelingen, wenn sich die katholischen klar von der "unionistischen" Vergangenheit distanzieren, was ohne ein gründliches Wissen um diese nicht möglich wird. Das Buch von Tretjakewitsch, gründlich an Hand der Quellen erarbeitet, kann dabei ohne Zweifel gute Dienste leisten. VIII,317 Seiten, broschiert (Das Östliche Christentum. Neue Folge; Band 39/Augustinus-Verlag/Echter Verlag 1990) leichte Lagerspuren/unused, minor shelfwear
Bestell-Nr.: 452303
ISBN-13: 9783761301623 / 9783
ISBN-10: 3761301626 / 3429041
Erscheinungsjahr: 1990
ISBN-13: 9783761301623 / 9783
ISBN-10: 3761301626 / 3429041
Erscheinungsjahr: 1990
Bindungsart: broschiert
Umfang: VIII,317 Seiten
Gewicht: 516 g
Verlage: Augustinus-Verlag, Echter Verlag
Umfang: VIII,317 Seiten
Gewicht: 516 g
Verlage: Augustinus-Verlag, Echter Verlag
Reihe: Das Östliche Christentum. Neue Folge
Autor*in: Léon Tretjakewitsch
Sprache: Englisch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren/unused, minor shelfwear
Autor*in: Léon Tretjakewitsch
Sprache: Englisch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren/unused, minor shelfwear
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