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Suerbaum, Werner
Skepsis und Suggestion
Tacitus als Historiker und als Literat. Suerbaum beschreibt Tacitus als skeptischen Historiker und suggestiven Literaten, der historisches Material mit literarischen Techniken wie Selektion und Disposition überformt. - Tacitus ist ein skeptischer Historiker und ein suggestiver Literat. Er zweifelt, ob sich "die Wahrheit" in der Geschichte des 1. Jahrhunderts n. Chr. für das tatsächliche Geschehen (etwa den Tod führender Persönlichkeiten wie den des Germanicus) oder gar für die Motive der Akteure erkennen lässt. Als Literat aber bemüht er sich mit suggestiven Mitteln (etwa dem Anführen von angeblich zeitgenössischen Gerüchten oder von Reden historischer Personen), den Leser zu einer bestimmten Version oder Interpretation zu leiten. Mit einer Enthüllungstechnik unterscheidet er besonders beim Kaiser Tiberius zwischen Schein und Sein. Dass Tacitus historisches Material mit literarischen Techniken wie Selektion und Disposition überformt, zeigt sich auf vielen anderen Gebieten: bei Themen wie Jahresberichten, Überblicken, Vorverweisen, Buchgliederung, Exkursen, Episoden, Charakterbildern; beim Vergleich mit einer älteren historischen Überlieferung; sogar bei seiner politischen Selbstdarstellung. 650 Seiten, gebunden (Kalliope. Studien zur griechischen und lateinischen Poesie; Band 12/Universitätsverlag Winter 2014)
Bestell-Nr.: 6149
ISBN-13: 9783825364199
ISBN-10: 3825364194
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN-13: 9783825364199
ISBN-10: 3825364194
Erscheinungsjahr: 2014
Reihe: Kalliope. Studien zur griechischen und lateinischen Poesie
Autor*in: Werner Suerbaum
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
Autor*in: Werner Suerbaum
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
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