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Verwirklichung der Vernunft ist das Anliegen aller Philosophie. Diese hat jedoch ihre Fundierung im Vorrationalen, von wo sie ihren Ausgang nimmt und wo sie ihren Sinn hat, zu bedenken - sonst wird sie irrational. Weder realisiert sich Vernunft ohne Vermittlungen und Übergänge, noch ist das Prärationale nur die vernunftlose Vorstufe aufgeklärter Rationalität. Rationalität und Prärationalität sind aufeinander zu beziehen - diese Erkenntnis nachidealistischer, insbesondere nachkantischer Philosophie prägt auch das Wirken Alfred Schöpfs. In seinen Lehrveranstaltungen wie in seinen zahlreichen Veröffentlichungen mahnt er unermüdlich die Rückbesinnung philosophischer Reflexion auf ihre lebensweltlichen Ursprünge an. Die 23 Beiträge des Bandes beleuchten diesen Zusammenhang in den Bereichen der philosophischen Klassik, der Anthropologie, Ethik und Sozialphilosophie sowie der Psychoanalyse. Ein Verzeichnis der Schriften Alfred Schöpfs rundet den Band ab. - Aus dem Inhalt: Annemarie Pieper: Die Krise der Gegenwartsphilosophie. - Wilhelm Baumgartner: Was heißt es, eine 'Gestalt' anzunehmen? - Gernot Böhme: Kontinuität als Phänomen in der Philosophie des Aristoteles. - Werner Flach: Zur Frage der Begründetheit des gnoseologischen Anspruches der biologischen Wahrnehmungslehre. - Peter Fonk: Vom Philosophieprofessor zum Anwalt christlicher Orthodoxie? Einige Überlegungen zur Hegelkritik Sören Kierkegaards. - Bernhard Irrgang: La Mettries Begründung der Anthropologie. - Helmuth Vetter: Kierkegaards dialektischer 'Positivismus'. - Wolfgang Welsch: Nietzsche über Vernunft. "Meine wiederhergestellte Vernunft". - Jan Beaufort: Anthropologie und Naturphilosophie. Überlegungen zur Methode in Helmuth Plessners "Die Stufen des Organischen und der Mensch". - Maximilian Forschner: Herrschaft und Herrschaftsfreiheit. Über Rousseaus anthropologische Prinzipien des politischen Rechts. - Wolfhart Henckmann: Zum Verhältnis zwischen Philosophie und Persönlichkeit von Max Scheler. - Henning Ottmann: Die Würde des Menschen. Fragen zu einem fraglos anerkannten Begriff. - Peter Prechtl: Überlegungen zum Begriff der personalen Identität. - Franz Wiedmann: Ethik als Kunstlehre des Lebens. - Günther Bittner: Abwehr, Verdrängung, Tarnung. - Eckard Daser: Rationalität und Begegnung. Ein Beitrag zur Psychoanalyse zum Verständnis des Dialogs. - Rudolf Heinz: Ödipus' Tod. Über eine psychoanalytische Auslassung (in der Form eines inneren Zwiegesprächs). - Alfred Kessler: Eine Anmerkung zu Freud und 'Frühlings Erwachen'. - Hermann Lang: Paradoxien in der Psychotherapie und Psychoanalyse. - Wolfgang Mertens: Psychoanalytiker zwischen eine Identifikation mit dem positivistischen Aggressor und depressivem Rückzug. Einige Vorschläge für Wege aus der derzeitigen Krise. - Gerda Pagel: Geschlechterdifferenz und Sprache. - Bettina Schmitz: Heimatlosigkeit oder symbolische Kastration? Subjektivität, Sprachgenese und Sozialität bei Julia Kristeva und Jacques Lacan. - Heinz Weiß: Denken, Intersubjektivität und Bedeutungskonstituierung im psychoanalytischen Prozeß. - 382 Seiten, gebunden (Königshausen & Neumann 1998)
Rationalität und Prärationalität
Festschrift für Alfred Schöpf. Hrsg. von Jan Beaufort und Peter Prechtl.Verwirklichung der Vernunft ist das Anliegen aller Philosophie. Diese hat jedoch ihre Fundierung im Vorrationalen, von wo sie ihren Ausgang nimmt und wo sie ihren Sinn hat, zu bedenken - sonst wird sie irrational. Weder realisiert sich Vernunft ohne Vermittlungen und Übergänge, noch ist das Prärationale nur die vernunftlose Vorstufe aufgeklärter Rationalität. Rationalität und Prärationalität sind aufeinander zu beziehen - diese Erkenntnis nachidealistischer, insbesondere nachkantischer Philosophie prägt auch das Wirken Alfred Schöpfs. In seinen Lehrveranstaltungen wie in seinen zahlreichen Veröffentlichungen mahnt er unermüdlich die Rückbesinnung philosophischer Reflexion auf ihre lebensweltlichen Ursprünge an. Die 23 Beiträge des Bandes beleuchten diesen Zusammenhang in den Bereichen der philosophischen Klassik, der Anthropologie, Ethik und Sozialphilosophie sowie der Psychoanalyse. Ein Verzeichnis der Schriften Alfred Schöpfs rundet den Band ab. - Aus dem Inhalt: Annemarie Pieper: Die Krise der Gegenwartsphilosophie. - Wilhelm Baumgartner: Was heißt es, eine 'Gestalt' anzunehmen? - Gernot Böhme: Kontinuität als Phänomen in der Philosophie des Aristoteles. - Werner Flach: Zur Frage der Begründetheit des gnoseologischen Anspruches der biologischen Wahrnehmungslehre. - Peter Fonk: Vom Philosophieprofessor zum Anwalt christlicher Orthodoxie? Einige Überlegungen zur Hegelkritik Sören Kierkegaards. - Bernhard Irrgang: La Mettries Begründung der Anthropologie. - Helmuth Vetter: Kierkegaards dialektischer 'Positivismus'. - Wolfgang Welsch: Nietzsche über Vernunft. "Meine wiederhergestellte Vernunft". - Jan Beaufort: Anthropologie und Naturphilosophie. Überlegungen zur Methode in Helmuth Plessners "Die Stufen des Organischen und der Mensch". - Maximilian Forschner: Herrschaft und Herrschaftsfreiheit. Über Rousseaus anthropologische Prinzipien des politischen Rechts. - Wolfhart Henckmann: Zum Verhältnis zwischen Philosophie und Persönlichkeit von Max Scheler. - Henning Ottmann: Die Würde des Menschen. Fragen zu einem fraglos anerkannten Begriff. - Peter Prechtl: Überlegungen zum Begriff der personalen Identität. - Franz Wiedmann: Ethik als Kunstlehre des Lebens. - Günther Bittner: Abwehr, Verdrängung, Tarnung. - Eckard Daser: Rationalität und Begegnung. Ein Beitrag zur Psychoanalyse zum Verständnis des Dialogs. - Rudolf Heinz: Ödipus' Tod. Über eine psychoanalytische Auslassung (in der Form eines inneren Zwiegesprächs). - Alfred Kessler: Eine Anmerkung zu Freud und 'Frühlings Erwachen'. - Hermann Lang: Paradoxien in der Psychotherapie und Psychoanalyse. - Wolfgang Mertens: Psychoanalytiker zwischen eine Identifikation mit dem positivistischen Aggressor und depressivem Rückzug. Einige Vorschläge für Wege aus der derzeitigen Krise. - Gerda Pagel: Geschlechterdifferenz und Sprache. - Bettina Schmitz: Heimatlosigkeit oder symbolische Kastration? Subjektivität, Sprachgenese und Sozialität bei Julia Kristeva und Jacques Lacan. - Heinz Weiß: Denken, Intersubjektivität und Bedeutungskonstituierung im psychoanalytischen Prozeß. - 382 Seiten, gebunden (Königshausen & Neumann 1998)
Bestell-Nr.: 133053
ISBN-13: 9783826014772
ISBN-10: 3826014774
Erscheinungsjahr: 1998
ISBN-13: 9783826014772
ISBN-10: 3826014774
Erscheinungsjahr: 1998
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