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Groß, Thomas
"...grade wie im Gespräch..."
Die Selbstreferentialität der Texte Heinrich von Kleists. Anhand der detaillierten Analyse ausgewählter Texte Kleists aus allen zentralen Gattungen seines Schaffens arbeitet Thomas Groß heraus, dass diese immanent ihren eigenen Sinn und Status als Kunstprodukte erörtern, begründen und reflektieren und so eine spezifische kommunikative Beziehung zum Leser prägen, in der ihr poetischer Status wesentlich gründet. - Kleists Texte sind selbstbezüglich: Sie sind selbst dasjenige, wovon sie sprechen. Sie begründen, indem sie etwas behandeln - zum Beispiel das Schicksal des Prinzen von Homburg -, zugleich auch ihren eigenen poetischen Status. Sie reflektieren immanent die Art und Weise, wie sie wahrgenommen werden wollen, nehmen ihre eigene Rezeption quasi vorweg und schreiben sich in die kommunikative Beziehung zum Leser ein, in der ihr poetischer Status, so die These, wesentlich gründet. Die Untersuchung möchte eine in ihrer weitreichenden und differenzierten Begründung neue Lesart der Texte Heinrich von Kleists in die Forschung einführen. Thomas Groß verfolgt die These, dass die Texte Kleists selbstreferentiell komponiert sind, d.h. sie behandeln, indem sie etwas behandeln, immer zugleich auch die eigene poetische Kunst; sie erörtern und begründen ihren eigenen Sinn und Status als Kunstprodukte, der von ihnen immanent reflektiert wird; dies geschieht besonders dadurch, dass die Texte die Art und Weise, wie sie wahrgenommen werden wollen, reflektieren, wodurch sie ihre eigene Rezeption selbst erörtern und quasi vorwegnehmen. Schlegels analog zur Transzendentalphilosophie entworfenes Konzept einer kritischen Transzendentalpoesie könnte somit zur Charakterisierung der Dichtung Kleists dienen, sofern sie "in jeder ihrer Darstellungen sich selbst mit darstellen" soll. Anhand ausgewählter Texte wird die These eine detaillierte interpretatorische Bestätigung erfahren. Die Textauswahl soll dabei gewährleisten, dass das Ergebnis für Kleists Gesamtwerk Geltung beanspruchen darf, indem die Interpretationen sich Repräsentanten der wesentlichen Gattungen seines Schaffens - Drama, Erzählung und Kurzprosa - zum Gegenstand nehmen. Im Zentrum stehen exemplarisch insbesondere die Texte "Von der Überlegung", "Brief eines Dichters an einen anderen", "Über das Marionettentheater", "Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik" sowie "Prinz Friedrich von Homburg". 305 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 155/Königshausen & Neumann 1995) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 15792
ISBN-13: 9783826010651
ISBN-10: 3826010655
Erscheinungsjahr: 1995
ISBN-13: 9783826010651
ISBN-10: 3826010655
Erscheinungsjahr: 1995
Reihe: Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Thomas Groß
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Autor*in: Thomas Groß
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
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