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Heidelberg nach 1693
Bewältigungsstrategien einer zerstörten Stadt. Hrsg. von Susan Richter und Heidrun Rosenberg.Aus methodisch wie disziplinär unterschiedlicher Sicht gehen acht Beiträge Fragen der Bewältigung von Zerstörung und Bedeutungsverlust der Stadt nach und zeichnen das facettenreiche Bild einer Gesellschaft, die sich in der labilen Phase des Wiederaufbaus auf die langwierige Suche nach einer neuen städtischen Identität begibt. - Bis heute erinnern die Ruinen des Heidelberger Schlosses an jene katastrophalen Kriegseinwirkungen, die 1693 und 1698 unter dem Vorwand französischer Erbfolgeforderungen über die pfälzische Residenzstadt hereinbrachen. Flugblätter berichten von Brandschatzung und beispielloser Terrorisierung der Bevölkerung. Der Verlust des Residenzstadtstatus im Jahre 1720 schien schließlich das Endgültige dieser Niederlage zu besiegeln. Erst im Zuge der 1996 einsetzenden Bemühungen, die Stadt Heidelberg in die Liste des Weltkulturerbes einzuschreiben, fiel ein neues Licht auf die Altstadt im Schatten des Schlosses. In einer einzigartigen Wiederaufbauleistung war sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf mittelalterlichem Grundriss, doch in barocken Formen wieder auferstanden. Interdisziplinär, mit methodisch vielfältigem Zugang und aus unterschiedlicher Sicht versuchen die acht Beiträge des Bandes Fragen der Bewältigung dieser Krise nachzugehen: Mit welchen Deutungsmustern spiegeln zeitgenössische Texte und Bilder das Ereignis in der von konfessionellen Spannungen zerrütteten Stadt? Wie, aus welchen sozialen Gruppen und mit welchen Identifikationsmodellen entwickelt sich eine neue städtische Bevölkerung? Welche Perspektiven entwirft der neue katholische Kurfürst für die ehemalige pfälzische Residenz seiner calvinistischen Vorgänger und wie ließen sich diese umsetzen? Welche denkmalpflegerischen, urbanistischen und feuerpolizeilichen Konzepte wurden beim Wiederaufbau berücksichtigt? Das facettenreiche Bild einer Gesellschaft, die sich in der labilen Phase des Wiederaufbaus auf die langwierige Suche nach einer neuen städtischen Identität begibt, hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Die Beiträge entstanden im Rahmen der Tagung 'Heidelberg nach 1693 - Bewältigungsstrategien einer zerstörten Stadt', welche als interdisziplinäres Kooperationsprojekt des Kunsthistorischen Instituts und des Historischen Seminars am 15./16.05.2009 im Institut für Europäische Kunstgeschichte in Heidelberg stattfand. Die Beiträge gliedern sich in vier Themenfelder: I. Der Orléanische Erbfolgekrieg in Bild und Text; II. Zwischen Aufbruch und Resignation; III. Urbanistik im Zeichen von Brandschutz und Wiederaufbau; IV. Reichs- und Machtpolitische Aspekte der Residenzverlagerungen in Heidelberg und Würzburg. -- Aus dem Inhalt: Susan Richter: 'Zeuch hinauff in diß Land und verderbe es'. Zeitgenössische Erklärungsmodelle für Erbfolgekriege am Beispiel der Zerstörung Heidelbergs 1689/1693. - Frieder Hepp: Heidelberga deleta. Die Zerstörung Heidelbergs im Bild. - Marco Neumaier: Kontinuität oder Wandel? Die Heidelberger Bevölkerung vor und nach 1693. - Michael Roth: Last und Ehre. Weinheim als Interimsresidenz Kurfürst Johann Wilhelms 1698 bis 1700. - Heidrun Rosenberg: Die Renovierung der Heiliggeistkirche unter Kurfürst Johann Wilhelm 1698-1706. - Rebecca Saskia Knapp: Heidelbergs Zerstörung von 1693. Ein Beispiel zum Wandel obrigkeitlicher Bewältigungsstrategien für abgebrannte Städte. - Michael Hesse: Stadtbrand und Stadtplanung in der Neuzeit. - Peter Stephan: Die Residenzverlagerungen in der Kurpfalz und in Würzburg im Jahre 1720: zwei alternative Strategien politischer Vergemeinschaftung. 283 Seiten mit drei Textabb. und 18 teils farbige Tafeln, broschiert (VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften 2010)
Bestell-Nr.: 16932
ISBN-13: 9783897396838
ISBN-10: 3897396831
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN-13: 9783897396838
ISBN-10: 3897396831
Erscheinungsjahr: 2010
Bindungsart: broschiert
Umfang: 283 Seiten mit drei Textabb. und 18 teils farbige Tafeln
Gewicht: 377 g
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
Umfang: 283 Seiten mit drei Textabb. und 18 teils farbige Tafeln
Gewicht: 377 g
Verlag: VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
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