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Buchcover Man lebt von einem Tag zum andern

Keun, Irmgard
Man lebt von einem Tag zum andern

Briefe 1935-1948. In Verbindung mit der Akademie der Künste hrsg. von Michael Bienert.

Der Band versammelt die unverändert wiedergegebenen Briefe von Irmgard Keun und Franz Hammer aus den Jahren 1935 bis 1937 und zehn Briefe von Irmgard Keun aus der Kriegs- und Nachkriegszeit (vier an ihren Ehemann Johannes Tralow, je zwei an Maria Maßbach und an Annemarie Schäfer, je einen an Heinrich Mann und an Franz Hammer). Keun berichtet u.a. über ihre illegale Publikationstätigkeit in Deutschland und über die prekäre Existenz im Exil. Ein ausführlicher Beitrag "Lebensspuren, Selbstentwürfe, Netzwerke" des Herausgebers Michael Bienert beleuchtet Irmgard Keuns Briefe und ihre Adressaten. - "Ich bin rein arisch, mein Stammbaum nimmt gar kein Ende. Es kotzt mich an, sowas sagen und schreiben zu müssen" (Irmgard Keun an Franz Hammer, 1935). - Im Sommer 1935 erhält die Irmgard Keun, deren Romane von den Nationalsozialisten verboten worden sind, Post von einem unbekannten Kollegen. Franz Hammer (1908-1985) ist nach der Machtübernahme Hitlers verhaftet und zu Zwangsarbeit verpflichtet worden. Dennoch hat er das Schreiben nicht aufgegeben. Zwischen beiden entsteht rasch eine warmherzige Brieffreundschaft, die auch nicht abreißt, als sie sich entschließt, ins Exil zu gehen. Da Irmgard Keun kein Archiv hinterlassen und biografische Spuren verwischt hat, besitzt der Fund von zwanzig Briefen und Gegenbriefen aus den Jahren 1935 bis 1937 im Literaturarchiv der Akademie der Künste, Berlin besonderes Gewicht. Die Autorin schildert, wie sie ihre illegale Publikationstätigkeit im "Dritten Reich" organisiert und wie sie vergeblich versucht, zur Reichsschrifttumskammer zugelassen zu werden. Nach ihrer Flucht aus Deutschland berichtet Keun über die prekäre Existenz als Exilschriftstellerin. Weitere kürzlich aufgefundene Briefe, unter anderem an ihren Ehemann Johannes Tralow (1882-1968), stammen aus der Zeit von Keuns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1940. In ständiger Gefahr, ins Konzentrationslager zu kommen, schlägt sie sich bis Kriegsende durch. In den Trümmern ihres Elternhauses beginnt sie, wieder für den Rundfunk zu schreiben. 176 Seiten mit 20 Abb., gebunden (Quintus Verlag 2021)
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Literatur des Nationalsozialismus und Exilliteratur Literatur im 20. Jahrhundert epochenübergreifend Studium Generale - Literatur und Sprache

Bestell-Nr.: 36230
ISBN-13: 9783969820001
ISBN-10: 3969820006
Erscheinungsjahr: 2021
Bindungsart: gebunden
Umfang: 176 Seiten mit 20 Abb.
Gewicht: 303 g
Verlag: Quintus Verlag
Autor*in: Irmgard Keun
Herausgeber*in: Michael Bienert
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
* Gilt für Lieferungen nach Deutschland. Lieferzeiten für alle anderen Länder finden Sie hier.
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