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Buchcover Theatermusik - Musiktheater

Radecke, Thomas
Theatermusik - Musiktheater

Shakespeare-Dramen auf deutschen Bühnen um 1800.

Herder, Goethe, Lenz und Schiller empfanden Shakespeares Stücke wie eine Befreiung von den aristotelischen Regeln. Für Komponisten bedeutete ein Shakespeare-Bühnenwerk einen Freibrief zum Experimentieren. Der Autor zeigt, wie die ästhetische Rezeption und dramaturgische Verarbeitung des Phänomens Shakespeare die Schauspielmusik in ihrer Blütezeit zu einem integralen Medium theatralischer Illusionsbildung werden ließ und auch der Musik an sich neue Stilmittel erschloss. - Auf dem Theater wie im Leben ist Shakespeare für nicht wenige deutsche Literaten und Philosophen um 1800 "Der Mensch! Die Welt! Alles!" (Gerstenberg). Dabei schlugen seine Dramen als verspäteter Import auf deutschen Bühnen zunächst keineswegs wie eine Initialzündung ein, wurden sie doch von Wandertruppen erst lange anonym verballhornt. In Wielands Übersetzungen eroberte Shakespeare zunächst die Bretter deutscher Bühnenregale. Doch erst durch Bearbeitungen mit Musik von jener Tragweite, wie sie von ihm selbst angelegt worden ist, erstürmt Shakespeare die Bretter, die die Welt bedeuten: "Theater, Kouliße, Komödiant, Nachahmung ist verschwunden" (Herder). Herder, Goethe, Lenz und Schiller empfanden Shakespeares Stücke wie eine Befreiung aus aristotelischem Maßregelvollzug. Für Komponisten wie André, Benda, Reichardt oder Seyfried bedeutete die Aufgabe, einen Shakespeare bühnenwirksam zum Klingen zu bringen, einen Freibrief zum Experimentieren, wie sie ihn von einem Opernlibrettisten kaum ausgestellt bekamen. Der Autor zeigt erstmals systematisch, wie die ästhetische Rezeption und dramaturgische Verarbeitung des Phänomens Shakespeare die Schauspielmusik in ihrer Blütezeit zu einem integralen Medium theatralischer Illusionsbildung werden ließ und auch der Musik an sich neue Stilmittel erschloss. 498 Seiten mit 10 Abb., 13 Tab. und 155 Text- und Notenfaksimiles, gebunden (Musik und Theater; Band 2/Studiopunkt Verlag 2007)
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Theaterwissenschaft Musiktheater Shakespeare und Shakespearezeit Rezeptionsforschung

Bestell-Nr.: 83141
ISBN-13: 9783895641176
ISBN-10: 3895641170
Erscheinungsjahr: 2007
Bindungsart: gebunden
Umfang: 498 Seiten mit 10 Abb., 13 Tab. und 155 Text- und Notenfaksimiles
Gewicht: 1,06 kg
Verlag: Studiopunkt Verlag
Reihe: Musik und Theater
Autor*in: Thomas Radecke
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
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