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Buchcover Maske, Maskerade und die Kunst der Verstellung

Maske, Maskerade und die Kunst der Verstellung

Vom Barock bis zur Moderne. Hrsg. [und eingeleitet] von Christiane Kruse.

In der Maske, so lautet die These des Bandes, werden sich die Künste ihrer selbst bewusst. Zwölf Beiträge werfen prononcierte Schlaglichter auf die Voraussetzungen und Folgen dieses spannungsvollen Prozesses bis in das 19. Jahrhundert hinein. - Auf der Kunst der Maske basiert das soziale Rollenspiel der frühneuzeitlichen höfischen Gesellschaft. Hier werden Anfang des 16. Jahrhunderts eine Theorie des 'uomo universale' formuliert und eine Ästhetik des (schönen) Scheins in die politische und gesellschaftliche Praxis implementiert, die in der sozialen Realität, in einer weitreichenden Kultur der Maske, Maskerade und Verstellung, sichtbar ist. Literatur, Theater, Musik und Bildkünste reflektieren den Seinsmodus des 'als ob', der in der Maske spielerisch und zugleich machtvoll ausagiert wird, und erkennen darin ebenso die Wirkmacht ihrer Kunst wie auch - in der moralischen Ausprägung - das Instrument für Verstellung, Täuschung und Lüge. Die nicht nur bei Hofe, aber dort mit der größten Wirksamkeit sich auf alle anderen gesellschaftlichen Schichten ausbreitende Kunst der Maske und Verstellung wird zum Angelpunkt für eine kritische Auseinandersetzung mit der höfisch-absolutistischen Gesellschaft, wie sie etwa Michel de Montaigne, der sich vom Hof fernhielt, und die Moralistik des 17. Jahrhunderts formuliert sowie auf breiter Basis das Zeitalter der bürgerlichen Aufklärung kritisiert haben. Mit Blick auf den schönen Schein, die Ästhetisierung des Seinsmodus des 'als ob' im sozialen Rollenspiel bzw. der gesellschaftlichen Interaktion der Hofleute erforscht der Band eine 'Kunst' der Maske, Maskerade und Verstellung - und parallel dazu in seiner moralisch negativen Ausprägung - die Täuschung und Lüge, die sich spannungsvoll in der Literatur, auf der Bühne und in den Bildkünsten seit dem 16. Jahrhundert an den europäischen Höfen entfalten. -- Aus dem Inhalt: Hans Belting: Gesicht und Maske im Theater. - Martin Zenck: Musikalische Maskierung als Enthüllung und als Verbergung. Henry Purcell's Masques der "Fairy Queen" zu Shakespeares "A Midsummer Night's Dream". - Rainer Stillers: Maskierung und Demaskierung als Strategien in Komödien von Marivaux und Goldoni. - Richard Weihe: Von der komischen Figur zum Bürger. Harlekin und seine Masken im deutschen Theater. - Friedemann Kreuder: Spielräume der Identität in Theaterformen des 18. Jahrhunderts. - José M. González García: Diego de Saavedra Fajardo. Maske, Täuschung und Dis/simulatio im Theatrum Mundi der Politik. - Christiane Kruse: »Non sia chi ad amor creda«. Von der Kunst der Liebe, der List und der Täuschung. - Elisabeth Oy-Marra: Maskierung einer Malerin. Die Selbstporträts der Artemisia Gentileschi. - Karin Leonhard: Larve und Mimikry. Etymologisches und Entomologisches im 17. Jahrhundert. - Eckhard Leuschner: Maskenschrecken. Persistenz und Adaptionen eines Bildmotivs zwischen Mantegna und Picasso. - Nina Trauth: (K)ein Ende der Maske im 19. Jahrhundert. 256 Seiten mit 57 Textabb. und vier Farbtafeln, gebunden (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung; Band 52/Herzog August Bibliothek in Kommission bei Harrassowitz Verlag 2014)
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Geschichte der Frühen Neuzeit Kulturwissenschaften Theaterwissenschaft Renaissance/Kunst der Frühen Neuzeit

Bestell-Nr.: 15259
ISBN-13: 9783447102902
ISBN-10: 344710290X
Erscheinungsjahr: 2014
Bindungsart: gebunden
Umfang: 256 Seiten mit 57 Textabb. und vier Farbtafeln
Gewicht: 790 g
Verlage: Herzog August Bibliothek, Harrassowitz Verlag
Reihe: Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung
Herausgeber*in: Christiane Kruse
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
* Gilt für Lieferungen nach Deutschland. Lieferzeiten für alle anderen Länder finden Sie hier.

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