Strategien enger Lebensführung

Althaus, Thomas: Strategien enger Lebensführung

Das endliche Subjekt und seine Möglichkeiten im Roman des 19. Jahrhunderts. Im Roman des 19. Jahrhunderts ist der Erfahrungsraum der Figuren häufig zersplittert, schrumpft bis auf die Reichweite ihres eigenen Körpers zusammen, was die Romane indes in eine Bedingung produktiven Verhaltens und in eine Situation des Beginns verwandeln: Strategien enger Lebensführung rücken an die frei gewordene Stelle großer Ideen. Die Analysen dieses Bandes beziehen sich auf diese Bewußtseinsänderung. Im einzelnen geht es um Reaktionsverlangsamungen zum Schutz des Subjekts in katastrophaler Situation (in Goethes "Die Wahlverwandtschaften") oder, ganz anders, um ein schnelles, auch wohl vorschnelles Entscheiden voller Energie (in Eichendorffs "Ahnung und Gegenwart"). Es ergeben sich Verlegenheitslösungen mit der Qualität von Perspektiven: Aus Reduktion kann Konzentration werden (in Hoffmanns "Kater Murr"), und ein schwaches Ausweichen birgt in sich die Fähigkeit zum Identitätswechsel (in Mörikes "Maler Nolten"). Außerdem stehen konzeptuelle Folgerungen an. Sie betreffen eine Philosophie der nächsten Schritte (in Laubes "Das junge Europa"), die Einbiegung von Teleologie in Umfeldbeobachtung (in Kellers "Der grüne Heinrich") und den Wechsel von Wesensfragen zu solchen der technischen Handhabung (in Vischers "Auch Einer"). VI,579 Seiten, broschiert (Olms Verlag 2003)

Bestell-Nr.: 49829
Gewicht: 742 g
Sprache: Deutsch
Sachgebiet: Neuere deutsche Literaturwissenschaft epocheübergreifend
ISBN: 9783487118383
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