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Keil, Werner/Philipp Heitmann/Andreas Fukerider
Versunkenes 20. Jahrhundert
Musik und Musikwissenschaft jenseits des Mainstreams. Das 20. Jahrhundert zeigt eine unerhörte Fülle und Diversität an Diskursen, die das Musikdenken irreversibel prägen: Naturwissenschaftsboom, Revision der Weltbilder, Szientismus, Technik und Computer setzen Maßstäbe und liefern neue Referenzfelder. Die Musik gerät unter wachsenden Abstraktions- und Legitimationsdruck, dem sie durch Allianzen mit Zahlenwelten, Natur- und Superwissenschaften oder synkretistische Transsysteme begegnet. Diese Entwicklungen werden anhand zweier Hauptwerke der Avantgardisten György Ligeti und Conlon Nancarrow von je komplexer Zahlenbasierung und frappierender Logik reflektiert. Auch der Musiktheorie bieten sich umstrittene Allianzen: die mengentheoretisch basierte Pitch Class Set Theory Allen Fortes, deren kritische Wissenschaftsrezeption hier näher erforscht wird. Als parawissenschaftlicher Kontrapunkt steht zu Beginn Cyril Scott, erfolgreicher Komponist, Pianist und Theosoph, dessen hermetischer Symbolismus die Diskontinuitäten des 20. Jahrhunderts unterläuft und ein Bild evoziert, wonach das Antimoderne Teil der Moderne ist. Kontroversität und Distanz zum Mainstream sind allen gemeinsam: Von hier öffnet sich der Blick auf versunkene ästhetische Pfade. 253 Seiten mit 20 Abb. und 24 Notenbeispielen, broschiert (Diskordanzen. Studien zur neueren Musikgeschichte; Band 17/Olms Verlag 2016)
Bestell-Nr.: 949017
ISBN-13: 9783487154480
ISBN-10: 348715448X
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN-13: 9783487154480
ISBN-10: 348715448X
Erscheinungsjahr: 2016
Bindungsart: broschiert
Umfang: 253 Seiten mit 20 Abb. und 24 Notenbeispielen
Gewicht: 549 g
Verlag: Olms Verlag
Umfang: 253 Seiten mit 20 Abb. und 24 Notenbeispielen
Gewicht: 549 g
Verlag: Olms Verlag
Reihe: Diskordanzen - Studien zur neueren Musikgeschichte
Autor*innen: Werner Keil, Philipp Heitmann, Andreas Fukerider
Sprache: Deutsch
Zustand: Neu
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