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Buchcover Grazia

Krüger, Klaus
Grazia

Religiöse Erfahrung und ästhetische Evidenz.

Kunst wird seit der Renaissance zum Modell einer elementaren, quasireligiösen Paradoxie, nämlich der ästhetischen Evidenz des Unbegreiflichen. Seit der Renaissance wird grazia (Anmut, Schönheit, Grazie) im kunsttheoretischen Diskurs zu einem zentralen ästhetischen Wertbegriff, nicht jedoch zu einer analytischen, konkreten Beschreibungskategorie. Grazia verweist vielmehr auf das, was sich aufgrund seiner künstlerischen Absolutheit jeder begrifflichen Definition entzieht, jedoch als ästhetische Dimension präsent, erkennbar und in seiner Fülle erfahrbar ist. Sie bezeichnet damit eine paradoxe Figur: eine deutliche Undeutlichkeit, eine Prägnanz der Verheißung, eine ästhetische Evidenz, die die Unfasslichkeit dessen, was in der Kunst offensichtlich ist, immer schon in sich birgt. Sie begegnet uns bei Fra Angelico, Raffael und Tizian, bei Guido Reni, Bernini und vielen anderen Künstlern der frühen Neuzeit. Immer neu tritt dabei der Zusammenhang zutage, der zwischen der ästhetischen Erfahrung irdischer Schönheit im Erlebnis der Kunst (grazia) und einem anderen, hierzu vorgängigen Modell besteht, dem der religiösen Verheißung himmlischer Gnade und Glückserfüllung (gratia). Nicht zuletzt ist dies eine Konstellation, die eine unabsehbare Geltung bis in die ästhetischen Theoriebildungen der Moderne und Gegenwart hinein besitzt. 205 Seiten mit 5 Farbabb., broschiert (Figura. Ästhetik, Geschichte, Literatur; Band 5/Wallstein Verlag 2016) leichte Lagerspuren
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Kunsttheorie Ästhetik

Bestell-Nr.: 110117
ISBN-13: 9783835317888
ISBN-10: 3835317881
Erscheinungsjahr: 2016
Bindungsart: broschiert
Umfang: 205 Seiten mit 5 Farbabb.
Gewicht: 241 g
Verlag: Wallstein Verlag
Reihe: Figura. Ästhetik, Geschichte, Literatur
Autor*in: Klaus Krüger
Sprache: Deutsch
Zustand: Wie neu, leichte Lagerspuren
Buchcover: Politik der Evidenz
Buchcover: Kunst/Fernsehen
Buchcover: Erinnerungskultur urbaner Eliten
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