Es gibt Gespenster

Dierks, Sonja: Es gibt Gespenster

Betrachtungen zu Kafkas Erzählung. An sechs von Kafkas Texten arbeitet die Autorin die doppelte Struktur seines Erzählens heraus, die darin besteht, dass der Erzählgegenstand selbst die Logik einer phantastischen Fiktion vorschreibt und ihr in diesem Sinne Realität gibt. Seinen Erzählungen liegt eine Doppelsinnigkeit zugrunde, formal: die Spannung zwischen Erzählgegenstand und Diskurs der Erzählung. Sie ist unauflösbar, da die Erzählerinstanz bei Kafka nicht nur nicht zwischen beiden Momenten vermittelt, sondern sich als deren Wechselspiel austrägt. Die Irritation des Lesers entsteht aus dem Spannungsverhältnis von Erzähler und Erzählgegenstand, welches seinerseits die Grenze von Realität und Fiktion zweifelhaft werden läßt. Daß heißt nicht, es gebe nur noch Fiktion und keine Realität. Bei Kafka hängt vielmehr alles davon ab, im Fiktiven selbst das Reale zu entdecken, statt zwei Wirklichkeiten gegeneinander zu stellen oder auch nur voneinander abzuheben. Diese doppelte Struktur von Kafkas Erzählen wird an sechs Texten herausgearbeitet: Unglücklichsein, Eine Kreuzung, Odradek, Der Gruftwächter, Der Kübelreiter und Die Brücke. 130 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 449/Königshausen & Neumann 2003) leichte Lagerspuren

Bestell-Nr.: 97326
Gewicht: 220 g
Sprache: Deutsch
Sachgebiet: Kafka
ISBN: 9783826024986
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