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Kuhnau, Petra
Masse und Macht in der Geschichte
Zur Konzeption anthropologischer Konstanten in Elias Canettis Werk 'Masse und Macht'. Petra Kuhnau arbeitet die epistemologischen Formen in 'Masse und Macht' in ihren Funktionen und Wirkungen heraus und fragt anhand der anthropologischen Konzeptionen nach den daraus resultierenden Möglichkeiten für Geschichtsphilosophie und Ethik. - Die Autorin legt die erste Monographie zu Canettis philosophischem Hauptwerk vor: Ausgehend von Ansätzen der neueren Canetti-Forschung, die 'Masse und Macht' als Erkenntnisinstrument und Ethikentwurf ausweisen, ist es das Ziel der Untersuchung, die epistemologischen Formen in 'Masse und Macht' in ihren Funktionen und Wirkungen aufzuzeigen. Über die anthropologischen Konzeptionen Canettis sollen die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für Entwürfe von Geschichtsphilosophie und Ethik betrachtet werden. Mit der Rückführung der anthropologischen Konstanten Masse und Macht auf chemisch-physikalische und physiologische Modelle sowie der Verwandlung auf mythische Elemente wird darüber hinaus das Verhältnis von naturwissenschaftlich bestimmten zu mythisch geprägten Konzeptionen als Problem von 'Geist und Natur' vor dem Hintergrund der Dialektik der Aufklärung zu bestimmen sein. Ausgehend von den Ansätzen der neueren Forschung lässt sich ein Dreischritt in der Interpretation von 'Masse und Macht' sichtbar machen, das erstens als anthropologische Studie, zweitens als "Erkenntnisinstrument" und drittens als Lehre, die sich auf Leben und Tod verlegt habe, betrachtet werden könne. Aus dem Kontext der Anthropologie und ihrer Wechselwirkungen mit den Bereichen von Erkenntnistheorie, Geschichtsphilosophie und Ethik, die besonders seit Beginn des 20. Jahrhunderts diskutiert werden, geht eine Ausweitung der Fragestellung hervor. Denn mit ihrem Rekurs auf die Natur ergibt sich ein Konflikt zwischen der Anthropologie einerseits und der Geschichtsphilosophie und der Ethik, die auf Handlungs- und Entwicklungsspielräume rekurrieren, andererseits. Bezogen auf diese Problematik sollen die Auswirkungen der einzelnen Erkenntnisweisen auf Formen und Inhalte der Konzeptionen von Masse, Macht und Verwandlung als anthropologischen Konstanten und auf die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für Entwürfe von Geschichtsphilosophie und Ethik aufgezeigt werden. 423 Seiten, broschiert (Epistemata. Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft; Band 195/Königshausen & Neumann 1996) leichte Lagerspuren
Bestell-Nr.: 14572
ISBN-13: 9783826012358
ISBN-10: 3826012356
Erscheinungsjahr: 1996
ISBN-13: 9783826012358
ISBN-10: 3826012356
Erscheinungsjahr: 1996
Reihe: Epistemata. Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Petra Kuhnau
Sprache: Deutsch
Zustand: Sehr gut, leichte Lagerspuren
Autor*in: Petra Kuhnau
Sprache: Deutsch
Zustand: Sehr gut, leichte Lagerspuren
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