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Buchcover "Ein Kritiker aus dem Willen der Natur"

Stamm, Ulrike
"Ein Kritiker aus dem Willen der Natur"

Hugo von Hofmannsthal und das Werk Walter Paters.

Die Studie stellt Hofmannsthals Verhältnis zu Pater in den Mittelpunkt und zeigt anhand von Werk und Korrespondenz, dass Pater als einer der prägenden ästhetisch-theoretischen Einflüsse für Hofmannsthal gelten kann. Dass Pater als der ideale Kritiker Hofmannsthals beschworen wird, ist vielleicht das schönste Zeugnis für die Nähe beider Autoren. - In Deutschland und Österreich wird das Werk Paters seit den 1890er Jahren von der Generation fortschrittlich gesinnter Junger Autoren mit Begeisterung rezipiert. Es erstaunt daher nicht, dass auch Hofmannsthal, der gerade zu Beginn seiner schriftstellerischen Laufbahn an allen neuen und modernen Erscheinungen sehr interessiert ist, Paters Werk mit Interesse aufnimmt. Die Studie stellt Hofmannsthals Verhältnis zu Pater in den Mittelpunkt: Dass Pater als der ideale Kritiker Hofmannsthals beschworen wird, ist vielleicht das schönste Zeugnis für die Nähe beider Autoren. Zudem macht auch die Menge der Pater-Zitate bei Hofmannsthal deutlich, dass dieser für ihn eine besondere Rolle spielte, die über die Bedeutung von Wilde, Ruskin oder Rossetti hinausging. Pater muss also als einer der prägenden ästhetisch-theoretischen Einflüsse für Hofmannsthal betrachtet werden. Da Hofmannsthal eine besondere Affinität zur englischen Welt hatte, sah er in Pater sicherlich einen der exemplarischen Vertreter dieser besonderen geistigen Welt. Und schließlich ist Paters große Bedeutung für die Literatur der Moderne bisher nur wenig erforscht, wenn auch inzwischen in einigen englischen und amerikanischen Studien sein Einfluss auf die Autoren der klassischen Moderne untersucht wird. Im deutschen Sprachraum ist Pater dagegen bisher weitgehend unbekannt, und die Darstellung von Hofmannsthals Auseinandersetzung mit Pater ermöglicht in dieser Hinsicht eine gewisse Wiedergutmachung. Gleichfalls geht es in der Untersuchung darum, neben den Spuren Paterscher Texte in Hofmannsthals Werk allgemeinere Korrespondenzen zwischen beiden Autoren zu betrachten. Eine grundlegende Übereinstimmung innerhalb ihrer Poetik betrifft ihr Verhältnis zur Zeit. Bestimmend im Werk beider Autoren ist das Gefühl der Flüchtigkeit der Zeit als einer geradezu ontologischen Grundqualität, was möglicherweise eine Folge ihres Spätzeitbewusstseins oder, anders gesagt, ihres ambivalenten Verhältnisses zur Moderne ist. Daher wird nach einem einleitenden Kapitel, das Hofmannsthals erste Auseinandersetzung mit Pater im Jahr 1894 nachzeichnet, die Figuren der Zeit im Werk beider Autoren verglichen werden, wobei das Untersuchungsinteresse nicht den expliziten Äußerungen zur Zeit gilt, sondern vielmehr den Bildern, mit denen beide Autoren Zeit veranschaulichen. Es wird gezeigt, dass Hofmannsthal in Paters Werk teilweise dieselben Probleme reflektiert findet, die ihn selbst beschäftigen. Insofern bewirkt die Lektüre der Schriften Paters, dass schon vorhandene Fragestellungen und Bilder verstärkt und Reflexionsvorgänge beschleunigt werden. Einzelnen Zitate wie auch die Lektüredaten dienen als Anhaltspunkt dafür, welche Texte und welche Konzeptionen Hofmannsthals von Paters Schriften angeregt wurden. Um den Verlauf von Hofmannsthals Beschäftigung mit dem Werk Paters deutlich zu machen, wird zunächst ein Überblick über die 'Geschichte' seiner Pater-Lektüren gegeben. Die Studie gliedert sich in sieben Kapitel: I. Der Beginn von Hofmannsthals Auseinandersetzung mit Pater. II. Figuren der poetischen Zeit. III. Das "Anders-streben": zum Verhältnis der Künste. IV. Das 'transparente' Subjekt. V. Zur Konstitution dichterischer Subjektivität: die Erinnerung. VI. Kunstproduktion und Kunsterfahrung. VII. Paters Schriften zur Antike und ihre Rezeption durch Hofmannsthal. 308 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 213/Königshausen & Neumann 1997) leichte Lagerspuren
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Literatur von der Jahrhundertwende bis 1933 Allg. u. vergleich. Literaturwissenschaft Neuere englische Literaturwissenschaft

Bestell-Nr.: 125581
ISBN-13: 9783826012860
ISBN-10: 3826012860
Erscheinungsjahr: 1997
Bindungsart: broschiert
Umfang: 308 Seiten
Gewicht: 490 g
Verlag: Königshausen & Neumann
Reihe: Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*in: Ulrike Stamm
Sprache: Deutsch
Zustand: Sehr gut, leichte Lagerspuren
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