Mattern, Pierre: "Kotzebue's Allgewalt"

Literarische Fehde und politisches Attentat. Der Autor arbeitet heraus, inwieweit das Attentat auf Kotzebue in der Auseinandersetzung um ein neues Literaturverständnis und, verbunden damit, um nationalistische Bildpolitiken und patriotische Erwählungspraktiken gründet. Denn in der Person Kotzebues fiel den Dolchstichen Sands nicht zufällig der erfolgreichste und wohl auch streitbarste deutsche Theaterautor zum Opfer. Zu Streit und Parteinahme gab es für Kotzebue zwischen 1790 und 1819 recht viel Anlass. In dieser Zeit erfasst die Zäsur zwischen einem rhetorisch inspiriertem Begriff von Dichtung und einem Literaturbegriff, der hermeneutische Operationen verlangt, auch das Theater. Leser und Zuschauer sollen nicht mehr von Affekten gepackt, sondern als Sinnsucher aktiv werden. Die Position Kotzebues markiert zunächst den Widerstand des Theaters gegen diese Wende. In der Zeit der Befreiungskriege und des Wiener Kongresses setzt sich aber genau diese Zäsur als politische Unterscheidung fort: Für Kotzebue liegen die nationalen Eigentümlichkeiten der Deutschen in den Affekten begründet, während die politischen Romantiker wie Ernst Moritz Arndt hier Manipulationsmöglichkeiten durch fremde Mächte wittern und auf Tat und Passion eines 'freien Subjekts' setzen. 307 Seiten, broschiert (Epistemata. Reihe Literaturwissenschaft; Band 624/Königshausen & Neumann 2011) leichte Lagerspuren

Bestell-Nr.: 48417
Gewicht: 487 g
Sprache: Deutsch
Sachgebiet: Literatur der Goethezeit/Klassik
ISBN: 9783826037382
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